Museum in Esch

Von Schwulen, Schwarzen und anderen oft vergessenen Opfern der Nazis in Luxemburg

Die Nationalsozialisten haben viele Menschen in Luxemburg auf dem Gewissen. Unter anderem auch Prostituierte, Zeugen Jehovas und Homosexuelle. Das Museum für Widerstand und Menschenrechte in Esch erinnert an diese oft vergessenen Opfer der Nazi-Ideologie. 

Am Ende der Ausstellung dürfen Besucher ihre Eindrücke und Meinungen zu Papier bringen und an der Pinnwand aufhängen

Am Ende der Ausstellung dürfen Besucher ihre Eindrücke und Meinungen zu Papier bringen und an der Pinnwand aufhängen Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Das Naziregime war ein Unrechtsystem. Als Opfer seiner menschenverachtenden Ideologie gelten meistens Juden, Zwangsrekrutierte und Widerstandskämpfer. Aber was ist mit Homosexuellen, Asozialen, Prostituierten, Vorbestraften, Menschen mit dunkler Hautfarbe, Behinderten, Menschen, die wie Roma und Sinti zum fahrenden Volk gerechnet wurden oder den Zeugen Jehovas? Angehörige dieser acht Gruppen wurden von den Nazis erbarmungslos verfolgt. Als Abschaum, Ballast für die arische Gesellschaft oder als unwertes Leben wurden sie bezeichnet, verfolgt, inhaftiert und oftmals umgebracht. Als Opfer sind sie bis heute nicht offiziell anerkannt. Sie gelten als vergessene Opfer.

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