Kapuzinertheater
Über Verdauung, Macht, und abgeschleckte Porträts: Devid Striesow liest Elias Canetti
Eine Art Sideshow zur Aufführung von Thorsten Lensings „Verrückt nach Trost“ im Grand Théâtre fand am Samstagnachmittag im Kapuzinertheater statt. Schauspieler Devid Striesow und das Dramaturgenduo Dan Kolber und Thierry Mousset hatten sich aus dem Großspektakel ausgegliedert, um eine Auswahl des bulgarisch-britischen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers Elias Canetti zu präsentieren.
Devid Striesow (hier als Baby Debis) liest aus dem Werk von Elias Canetti Foto: Armin Smailovic
Wie auf dem Limpertsberg nahm das Publikum bei der ausverkauften Veranstaltung auf der Bühne Platz und blickte Richtung Auditorium. Man wäre geneigt gewesen, nach weiteren (thematischen) Parallelen zu suchen, doch die Lesung stand ganz im Zeichen von Canettis Texten und Striesows Vortragskunst.