LCGB
„Totengräber des Sozialmodells“: Patrick Dury mit scharfer Kritik an Politik und Legitimation der Regierung
40 Minuten lang ließ LCGB-Präsident Patrick Dury eine rhetorische Salve nach der anderen vom Stapel. Den anwesenden Regierungsmitgliedern um Premierminister Luc Frieden blieb nur eine starre Miene und der Griff zum Wasserglas.
Patrick Dury nutzte die Bühne an der Mosel für eine Breitseite Richtung Regierungspolitik Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Das Zelt an der Mosel ist prall gefüllt, im Inneren dominiert die Farbe Grün. Und während sich erste Besucher auf der gegenüberliegenden Straßenseite Plätze auf den Liegewiesen in der warmen Mai-Sonne sichern, läuft LCGB-Präsident Patrick Dury bei seiner 1.-Mai-Rede auf Hochtouren. Nach einem kurzen Exkurs zur außen- und verteidigungspolitischen Realität in Europa kommt das, was sich jeder Gewerkschafter im Zelt an diesem Tag der Arbeit erwartet hat: schärfste Kritik an der CSV-DP-Regierung, 40 Minuten lang. Nur Jubel, Trillerpfeifen und lautstarker Beifall ermöglichen Dury die eine oder andere Verschnaufpause. „Auf Regierungsseite wurde ein Paradigmenwechsel, das heißt eine grundlegende Änderung der sozialen Werte durchgeführt“, ruft Dury ins prall gefüllte Zelt. „Das wird dann klar, wenn man sieht, wie die Regierung gegen die Sozialpolitik der Gewerkschaften vorgeht.“