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„Sah ihn sterben“: Asselborn veröffentlicht beunruhigende Nachricht an ihn

„Schießen Sie nicht auf den Überbringer der Nachricht“, endet ein wirrer Post auf dem sozialen Netzwerk LinkedIn, in dem dem Luxemburger Außenminister Jean Asselborn der baldige Tod prophezeit wird, falls er seine Nahost-Politik nicht ändert.

„Genug ist genug“

„Genug ist genug“ Foto: Screenshot Facebook

Asselborn hat allerdings sehr wohl nicht nur die „Nachricht“ bei Facebook als Screenshot veröffentlicht und kommentiert, sondern auch die Justiz eingeschaltet, auf dass die sich mit dem „Überbringer der Nachricht“ befasse.

„Ich habe eine Warnung für den luxemburgischen Politiker Herr Asselborn, der Pro-Palästina und Anti-Israel ist“, heißt es in dem Posting. Seine Tage seien gezählt, fährt der Schreiber, der „den Herrn“ auf seiner Seite glaubt, im alttestamentarischem Ton fort: Derjenige, „der Israel verflucht“, werde „selbst auch verflucht“. Der Schreiber, der behauptet, seherische Fähigkeiten zu haben, habe Asselborn sterben sehen. Innerhalb des kommenden Jahres werde es so kommen, falls der Außenminister seine Meinung zur Legitimation Israels und bezüglich Jerusalem nicht ändere.

Asselborn schreibt bei Facebook, dass er der Staatsanwaltschaft den Post samt Namen und Angaben zum Arbeitsplatz des Autors weitergeleitet habe. Er gehe auch nicht davon aus, dass das Facebook-Profil des Schreibers gehackt wurde.

Eigentlich interessiere ihn das aber gar nicht allzu sehr, da man ihn „keinen Millimeter einschüchtern“ könne und der Mann offenbar „mit sich selbst geplagt“ sei. Er interessiere sich allerdings durchaus dafür, und die Justiz werde das sicher klären, wer letztlich hinter dieser „herzlicher“ Literatur steckt, die er so nicht gewohnt sei – zumindest aus Luxemburg: Aus Ländern wie Ungarn oder Österreich habe er schon öfters ähnlich beunruhigende Post bekommen, zitiert das Luxemburger Wort den Außenminister. 

Zuletzt räumt Asselborn bei Facebook einige Zeilen der Verteidigung seiner Politik ein, die überhaupt nicht „pro-palästinensisch“ oder „anti-israelisch“ sei, sondern sich am Völkerrecht orientiere. Und dagegen verstießen „Annexionen“ im Jordantal genauso wie auf der Krim.

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