Novi Sad
Proteste halten an: Serbiens Präsident Vucic droht ein ungemütlicher Winter
Das Totengedenken an die Opfer der Trümmerkatastrophe von Novi Sad hat gezeigt, dass Serbiens Machthaber die Protestwelle gegen die Korruption weder aussitzen noch befrieden können. Nicht nur innen-, sondern auch außenpolitisch und wirtschaftlich droht Präsident Vucic ein ungemütlicher Winter.
Menschen versammeln sich zu einer Schweigeminute am Bahnhof in Novi Sad. Bei einem Dacheinsturz des Bahnhofs Novi Sad am 1. November 2024 kamen 16 Menschen ums Leben. Foto: Amdrej Isakovic/AFP
Die Opfer der Trümmerkatastrophe von Novi Sad bleiben in Serbien unvergessen. Von Booten auf den Fluten der Donau schwebten zum Ende des langen Gedenktages 16 glimmende Himmelslaternen in das Abenddunkel. Auf den hell erleuchteten Mauern der Petrovaradin-Festung enthüllten Studenten am Samstagabend gleichzeitig ein meterlanges Transparent mit einem Versprechen: „Wir sehen uns morgen und an jedem anderen Tag, solange es keine Gerechtigkeit gibt.“