Österreich

Dick-Pic-Affäre: Schwere Krise beim Staatsfunk weckt Hoffnung auf Entpolitisierung

Ein Skandal um sexuelle Belästigung könnte dem Österreichischen Rundfunk (ORF) im günstigeren Fall eine Entpolitisierung bescheren.

Porträt von Roland Weißmann, dem zurückgetretenen ORF-Generaldirektor, in formeller Kleidung

Der zurückgetretene ORF-Generaldirektor Roland Weißmann Foto: Christoph Soeder/dpa

Die Grenzen zwischen Täter und Opfer sind in dieser schlüpfrigen Causa nicht immer klar auszumachen. Auch der bereits gerollte Kopf präsentiert sich nun mit Unschuldsmiene: ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ist zwar schon vor Wochen zurückgetreten, nachdem ihm eine Mitarbeiterin sexuelle Belästigung vorgeworfen hatte, doch mittlerweile hat er den ORF und das mutmaßliche Opfer verklagt. Denn eine hausinterne Compliance-Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass der Tatbestand der sexuellen Belästigung gar nicht erfüllt gewesen sein soll. Weißmann hat deshalb 3,9 Millionen Euro Abfertigung eingeklagt, die Frau wegen Erpressung angezeigt und das Magazin Falter wegen der Veröffentlichung von peinlichen Chats verklagt.

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