Luxemburg

Mobbing im öffentlichen Dienst: OGBL fordert unabhängige Hilfe für Betroffene

Der Minister für den öffentlichen Dienst, Serge Wilmes, lehnt eine Ermittlungskommission zu Mobbing im öffentlichen Dienst ab. Die Gewerkschaft OGBL kritisiert dies als schwerwiegenden Fehler und fordert unabhängige Hilfe für Betroffene.

Mobbing im öffentlichen Dienst: OGBL fordert unabhängige Hilfe für Betroffene

Symbolfoto: Editpress/Alain Rischard

In einer Antwort auf eine parlamentarische Frage zum Thema Mobbing im öffentlichen Dienst hat Minister Serge Wilmes (CSV) kürzlich einer unabhängigen Ermittlungskommission eine Absage erteilt. Die Gewerkschaft OGBL beschreibt dies in einer Pressemitteilung vom Dienstag als „Schlag ins Gesicht für alle von Mobbing betroffenen Beamten und Angestellten“. Der Minister für den öffentlichen Dienst verkenne mit der Ablehnung der Ermittlungskommission die Dringlichkeit des Problems. Laut dem „Quality of Work-Index“ der CSL und der Universität Luxemburg hätten 18 Prozent der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Mobbing erlebt – im Privatsektor seien es 15,7 Prozent.

„Indem Minister Wilmes auf die aktuell geltenden Prozeduren für Mobbingopfer verweist, verteidigt er ein System, das Betroffene zumeist entmutigt und isoliert, und in der Praxis vor allem die Täter schützt“, schreibt der OGBL. Ohne Kündigungsschutz in den ersten 10 Dienstjahren würden Mobbingopfer nicht nur ihre mentale Gesundheit riskieren, sondern auch ihren Arbeitsplatz. Die parteiische Haltung der zuständigen Ministerien erschwere es zusätzlich, gegen Vorgesetzte vorzugehen.

Der Minister solle „endlich Verantwortung“ übernehmen, denn es brauche eine „unabhängige Anlaufstelle für Mobbingopfer im öffentlichen Dienst, die Mobbing effizient unterbindet und sich schützend vor die Opfer stellt“.

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