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Luxemburger Forscher warnen vor „erheblich“ mehr Corona-Fällen zum Ende der Ferien

Die in der Arbeitsgruppe „Research Luxembourg“ organisierten Forscher warnen in einer aktuellen Mitteilung vor einer möglichen Zunahme der Corona-Infektionen in der nächsten Zeit.

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(Symbolfoto)  Foto: dpa/Stefan Sauer

„In der vergangenen Woche hat sich die Situation stabilisiert, aber einige Indikatoren zeigen, dass es zu einem Wiederaufflammen der Pandemie kommen könnte, wenn die Sommerferien zu Ende gehen“, heißt es einer Mitteilung, die die Forschungs-Taskforce „Research Luxembourg“ veröffentlicht hat.

Trotz der Urlaubszeit zeige der aktuelle Trend keine Entspannung, sondern entspreche einer kontinuierlichen Ausbreitung – „wenn auch mit einer geringeren Anzahl von täglichen Fällen im Vergleich zum Juli“. Es sei aber „wahrscheinlich, dass dieser Rückgang nur auf einem Urlaubseffekt beruht und dass die Zahlen ab Anfang September weiter ansteigen werden“.

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Die Kurve der täglich neu bestätigten Fälle folge derzeit einem linearen Wachstum – mit durchschnittlich 44 täglichen Fällen in den vergangenen drei Wochen. Dabei habe sich die effektive Reproduktionszahl zuletzt bei einem Wert von 1 stabilisiert – also an der Schwelle, ab der sich das Infektionsgeschehen verstetigt. „Trotz der abnehmenden Zahl der täglich durchgeführten Tests bleibt der Anteil der positiven Tests stabil bei etwa 1 Prozent“, heißt es weiter. Das deute darauf hin, dass die Situation derzeit stabil ist, sich aber rasch wieder beschleunigen könne.

Mittelfristig erkenne man der derzeit „ein langsameres Ausklingen der zweiten Welle als in den ersten Augustwochen erwartet“. Das bedeute, dass der kürzlich beobachtete lineare Anstieg der täglichen Fälle tatsächlich Potenzial für einen Wiederaufschwung der Epidemie aufweise: Ab Anfang September würden möglicherweise aufgrund des Endes der Ferienzeit die sozialen Interaktionen wieder zunehmen, was zu einem „erheblichen“ Anstieg der täglichen Infektionszahlen führen könnte.

Weiterhin gilt: Nicht unvorsichtig werden

Die Forscher gehen von einem Anstieg zwischen 30 und 70 Prozent ab Mitte September aus. Es sei ein wahrscheinlich steilerer linearer Anstieg der täglichen Fälle zu erwarten – beziehungsweise sogar „eine dritte Welle ab Mitte September“. Dies bedeute aber eine prekäre Situation. Eine strenge Überwachung der Fallzahlen und entsprechende Aktualisierungen der Projektionen seien dringend erforderlich.

Veränderungen im Verhalten der Bevölkerung könnten wieder schnell zu einem exponentiellen Wachstum führen. Es sei daher wichtig, auch während einer Urlaubsreise im Ausland stets die Sicherheitsvorkehrungen (wie Distanzierung, Maske tragen, Händewaschen) zu beachten und sich an Tests und Contact Tracing zu beteiligen.

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