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Keine LGBTQ-Themen an Luxemburgs Schulen? Jetzt kann die Gegenpetition unterschrieben werden

Auf Petition folgt Gegenpetition: Nachdem die Forderung, LGBTQ-Themen aus den Lehrplänen der Luxemburger Schulen auszuschließen, für Furore gesorgt hat, kann jetzt die Gegenpetition unterzeichnet werden.

Keine LGBTQ-Themen an Luxemburgs Schulen? Jetzt kann die Gegenpetition unterschrieben werden

Symbolfoto: AFP

Die Petition mit der Nummer 3198, die LGBTQ+-Themen aus den Lehrplänen ausschließen will, hat mittlerweile 8.638 Unterschriften gesammelt (Stand Freitagmorgen). Aus der Zivilgesellschaft hagelt es Kritik – und jetzt ist auch eine Gegenpetition online. „Die Themen LGBTQ+ und das Zusammenleben in der Erziehung von Minderjährigen weiter entwickeln“, fordert die Petition 3281 von Petent Marc Gerges, die seit Freitagmorgen unterschrieben werden kann. 

UPDATE

Die Pro-LGBTQ-Petition hat das Quorum in Rekordzeit erreicht. Bereits bis Freitagnachmittag  haben 4.500 Menschen unterziechnet. Weiter Informationen finden sie hier

Eine der Hauptaufgaben des öffentlichen Bildungswesens bestehe auch darin, sicherzustellen, Kinder in die Lage zu versetzen, mündige Bürger zu werden, heißt es in der Beschreibung zur Petition. Kinder sollten sich eine eigene Meinung bilden können, „insbesondere in Bezug auf Themen persönlicher und ethischer Natur“. Das schließe sensible und persönliche Themen wie sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität mit ein. Die Petition fordert, dass sichergestellt wird, dass „Erziehung und sexuelle Orientierung von Kindern mit Respekt für jedes Individuum und in Übereinstimmung mit den Grundwerten unserer Gesellschaft und des Zusammenlebens“ erfolge.

Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus

Ziel sei auch die Bekämpfung von Diskriminierung und Hass gegen LGBTQ+ Personen. „Es geht darum, Homophobie und Transphobie sowie jede andere Form von Diskriminierung oder Rassismus zu bekämpfen, indem allen minderjährigen Kindern von klein auf die Vermittlung der Werte des Respekts und der Akzeptanz des ‚Anderen‘ garantiert wird“, schreibt der Petent. 356 Menschen haben die Petition am Freitagmorgen bereits unterzeichnet. 

Zusammen mit der LGBTQ-Petition wurden acht weitere Petitionen online gestellt. Darunter auch die Forderung, dass Eltern ihren Elternurlaub untereinander aufteilen können – und die, dass Eltern, die Vollzeit arbeiten, Priorität bei der Zuteilung von Betreuungsplätzen in den „Maisons relais“ bekommen.

Weitere Petitionen fordern, dass der Luxemburger Staat Bitcoins als Reservewährung einführt – und dass der Verkauf von Cannabis in Coffeeshops erlaubt wird.

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