Internetnutzer schützen – und Zugang zu kostenlosen und vielfältigen Informationen geben

Das Europäische Parlament wird Ende März endgültig über die Urheberrechtsrichtlinie für das digitale Zeitalter abstimmen. Diese Regelung, über die fast drei Jahre lang intensiv diskutiert wurde, würde sicherstellen, dass Medien und Künstler einen Teil der Online-Einnahmen aus ihren eigenen Arbeiten erhalten. Bisher haben die US-amerikanischen Internet-Giganten den Löwenanteil dieser Gelder abgeschöpft. Bei der Urheberrechtsrichtlinie geht um viel – für die Presse, die Künstler, die Demokratie und die Kultur. Deshalb ziehen die großen Internet-Plattformen mit außergewöhnlichem Aufwand gegen sie zu Felde. Von Sammy Ketz* Seit Monaten wird in den sozialen Netzwerken eine unheilvolle Warnung verbreitet: Falls die europäische Richtlinie zum Urheberrecht verabschiedet wird, bedeutet dies das Todesurteil für die Freiheit des Internets. Nutzer hätten dann keinen freien Zugang zu Internet-Diensten mehr. Kreativität und Information würden erstickt, der Zensur werde Tür und Tor geöffnet. Demnach würden wir etwas verlieren, das zu einem wesentlichen Bestandteil unseres Lebens geworden ist: ein kostenloses Internet mit direktem Zugang zu einer nahezu unbegrenzten Fülle an Nachrichten, Kultur, Unterhaltung und Informationen. Eine schockierende Aussicht, die auf zehntausenden Websites verbreitet wurde. Sogar eine Petition „Rettet das Internet“ ist im Umlauf. Wer würde nicht für eine solche Sache kämpfen? Doch hinter diesem Schreckensszenario steckt nichts anderes als eine Desinformationskampagne. Würden … Internetnutzer schützen – und Zugang zu kostenlosen und vielfältigen Informationen geben weiterlesen