Editorial

Die Internet-Trolle tischen auf: Frauenhass bleibt salonfähig

Im Netz wird gepöbelt, denn die Bundesliga hat jetzt eine erste Frau als Cheftrainerin. Doch trotz des hemmungslosen Hasses für Marie-Louise Eta besteht endlich Hoffnung.

Marie-Louise Eta Porträtfoto, Fokus auf ihre Kompetenzen und beruflichen Fähigkeiten, nicht nur ihr Geschlecht

Bislang wurde weniger über die Kompetenzen von Marie-Louise Eta geschrieben als über ihr Geschlecht Foto: dpa/Tom Weller

Bundesliga. Trainerwechsel. Pressekonferenz. Klingt nach einer banalen April-Woche im Profifußball. War es aber nicht. Am vergangenen Wochenende trennte sich Union Berlin nach einer Pleite gegen Liga-Schlusslicht Heidenheim von Coach Steffen Baumgart. Nachfolgerin ist Marie-Louise Eta – als allererste Frau in der Beletage.

Die Stunden nach der Verkündung waren der Beweis dafür, dass dieser mutige (und reichlich überfällige!) Schritt 2026 für so manchen Fan und Fußballfanatiker noch undenkbar ist: Im Netz wird der eigene Frauenhass heutzutage hemmungslos breitgetreten, als wäre es die selbstverständlichste Sache der Welt.

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