Editorial
Kleine Schritte, große Wirkung: Müllentsorgung in Luxemburg
Überquellende Tonnen, achtlos entsorgter Müll: Was unser Umgang mit Abfällen über unsere Gesellschaft verrät – und was Gemeinden dagegen tun können.
Ein gewohntes Bild: Plastiktüten türmen sich bei einer Straßenlaterne auf Foto: Editpress/Vincent Lescaut
Ein beliebiger Morgen in einer der 100 Gemeinden Luxemburgs. Menschen eilen zur Kita, zur Schule oder zur Arbeit. Dazwischen: die leuchtend orangenen Fahrzeuge der Müllabfuhr. Es wird eingesammelt – Restmüll und graue Zusatzsäcke, Papier, Glas, Bioabfall oder die dünnen blauen Valorlux-Säcke für Plastik. Ein vertrautes Bild – und doch eines, das Fragen aufwerfen sollte: Wie gehen wir eigentlich mit unserem Müll um?
Immerhin 154 Kilogramm Haushaltsabfälle produziert jeder Einwohner Luxemburgs pro Jahr. Das geht aus der aktuellen Abfallanalyse 2024/2025 des Umweltministeriums hervor – rund zehn Kilo weniger als noch bei der vorherigen Erhebung. Die Zahlen zeigen: Es wird mehr getrennt, mehr recycelt. Und doch bleibt viel Luft nach oben: Rund 72 Prozent des Restmülls könnten eigentlich recycelt oder getrennt werden.