Bettel nach dem Regierungsrat
Ein Impfaufruf, Mitverantwortung für Afghanistan und der Klimawandel in Luxemburg
Nach dem Regierungsrat am Mittwoch informierte Premier Xavier Bettel (DP) die Presse über die Ergebnisse der Ministergespräche. Das ist, anders als in früheren Jahren, nicht nach jedem Regierungsrat der Fall. Folglich durfte man gespannt sein, was es denn mitzuteilen galt. Vor allem, da aus dem Staatsministerium zur Afghanistan-Krise bislang nur Schweigen zu vernehmen war.
Premierminister Xavier Bettel beim Pressebriefing nach dem Regierungsrat am Mittwoch Foto: Editpress/Julien Garroy
Funkstille aus dem Staatsministerium: Ein vom Presseteam verfasster Tweet zu der aus Afghanistan ausgeflogenen Luxemburger Familie und einer Person mit Wohnrecht in Luxemburg (oder nach dem Wording auf Twitter: „Persoun mat Lien zu Lëtzebuerg“) war bis Mittwochmittag die einzige Kommentierung aus dem Hause Bettel geblieben. Von den europäischen Staats- und Regierungschefs dürfte der Luxemburger Premier damit der letzte gewesen sein, der sich zu der Niederlage des Westens gegen die Taliban und dem Evakuierungschaos vom Flughafen in Kabul geäußert hat. Bettel erklärte sich bei der Pressekonferenz nach dem Regierungsrat am Mittwochmittag damit, seinen Ministerkollegen Jean Asselborn (LSAP, Äußeres), François Bausch („déi gréng“, Vizepremier und Verteidigung) und Franz Fayot (LSAP, Wirtschaft und Entwicklung) das Wort überlassen zu wollen. „Bei uns gilt das Prinzip, dass jener, der die Arbeit macht, auch dazu sprechen wird“, sagte Bettel.