1.-Mai-Feier des lcgb in remich
„D’Unioun OGBL an LCGB ass komm, fir ze bleiwen“
Elf Tage von der „nationalen Tripartite“ warf LCGB-Präsident Patrick Dury der CSV/DP-Regierung auf der 1.-Mai-Feier seiner Gewerkschaft in Remich vor, mit dem Patronat eine „gemeinsame Front“ gegen die Gewerkschaften und die Beschäftigten gebildet zu haben. Er bekräftigte die Zusammenarbeit mit dem OGBL in der „Union des syndicats“ und drohte mit einer „nie dagewesenen“ Mobilisierung, sollte die Regierung die Privatisierung des Gesundheitswesens im Verbund mit AMMD und Unternehmern umsetzen wollen.
LCGB-Präsident Patrick Dury (mit seinem Vizepräsidenten Francis Lomel) las den Ministern und Abgeordneten von CSV und DP die Leviten Foto: Editpress/Claude Lenert
Obwohl die CSV „schon lange keine katholische Partei mehr ist“, wie ihr Fraktionspräsident Laurent Zeimet kürzlich dem Journal erzählte, und auch das S im Parteinamen immer mehr in den Hintergrund rückt, ist die 1.-Mai-Feier des christlichen Gewerkschaftsbunds in Remich ein Pflichttermin für alle Mandatsträger, die sich selbst noch zum sozialen Flügel der größten Regierungspartei zählen. Neben Zeimet waren das in diesem Jahr (in Begleitung mehrerer Bodyguards) Arbeitsminister Marc Spautz, Finanzminister Gilles Roth und Gesundheitsministerin Martine Deprez, Kammerpräsident Claude Wiseler und seine Frau, die Europaabgeordnete Isabel Lima, der Escher Bürgermeister und CSV-Vizepräsident Christian Weis sowie die Abgeordneten Charel Weiler, Françoise Kemp und Maurice Bauer. Vom selbsterklärten „sozialliberalen“ Juniorpartner DP, der den LCGB nach der Tripartite vom März 2022, als nur der OGBL das Abkommen nicht unterzeichnet hatte, zu seiner Lieblingsgewerkschaft auserkor, waren Vizepremier Xavier Bettel, Kulturminister Eric Thill, Hochschulministerin Stéphanie Obertin sowie die „Stater“ Dauerbürgermeisterin Lydie Polfer und ihre Schöffin Simone Beissel angereist. Von der Opposition war nur Sam Tanson, Grünen-Sprecherin im Parlament, gekommen.