Wohnungsnot
Direktor des „Fonds du logement“: „Das Problem wurde erkannt“
3.000 Haushalte sind momentan auf der stetig wachsenden Warteliste des „Fonds du logement“. Das Problem sei erkannt worden, erklärt Jacques Vandivinit, der seit September Direktor des Fonds ist, am Donnerstagmorgen im RTL-Interview.
Der Direktor des „Fonds du logement“, Jacques Vandivinit, berichtet über die Herausforderungen der Einrichtung Foto: Editpress
Über die nächsten Jahre soll der „Fonds du logement“ durchschnittlich jährlich 120 bis 125 Wohnungen bauen. Langfristig werden jedoch in den nächsten zehn Jahren etwas über 4.000 angestrebt, sagt der Direktor des Fonds Jacques Vandivinit am Donnerstagmorgen im Interview mit RTL. Rund 3.000 Haushalte stehen im Moment auf der Warteliste des „Fonds du logement“, von einzelnen Personen hin zu großen Familien. Da nach eigenen Angaben des Fonds jährlich rund 7.500 Wohnungen nötig seien, um der Nachfrage gerecht zu werden, sei man natürlich noch weit vom Ziel entfernt. Dennoch: „Das Problem wurde erkannt“, ermutigt Vandivinit, „auch wenn wir noch weit vom Ziel entfernt sind.“ Angesichts der rapide steigenden Wohnungspreise in Luxemburg – insbesondere in der nahen Vergangenheit – steht der Fonds jedoch vor herkulischen Herausforderungen.
„Wir sind zum Glück nicht alleine. Es gibt ja auch noch die SNHBM (,Société nationale des habitations à bon marché‘) und es existieren eine ganze Reihe an neuen Ideen“, sagte der Direktor des Fonds. So könnten laut Vandivinit auch die Gemeinden stärker einbezogen werden. Die ganze Nachfrage könne der „Fonds du logement“ selbstverständlich nicht alleine abdecken.
Bemerkenswert sei laut Vandivinit auch die wachsende Bandbreite an Personen, die auf der Warteliste des „Fonds du logement“ stehen. Es gehe nicht mehr nur um sozial schwach gestellte Menschen, die Wohnungsproblematik sei mittlerweile auch in der Mittelschicht angekommen, stellt Vandivinit fest: „Ich finde es auch falsch, vom ‚sozialen‘ Wohnungsbau zu sprechen, es geht vielmehr um ‚bezahlbaren‘ Wohnungsraum, den wir hier schaffen.“
In seinem Kommentar wirft Marco Goetz ebenfalls einen Blick auf das Thema.