Ex-„Freeport“

Die Black Box: Wäre der „High Security Hub“ in Luxemburg auch nützlich für sanktionierte Oligarchen?

Der „Freihafen“ in unmittelbarer Nähe des Flughafens stellt seit 2014 die erste Freihandelszone der Europäischen Union für Kunst- und Wertgegenstände dar – und steht auch immer wieder in Verdacht, die Verschleierung von Geschäftsbeziehungen oder Geldwäsche zu ermöglichen. Aktuell ergibt sich zudem die Frage, ob das so sichere wie diskrete Lagerhaus nicht auch für Oligarchen interessant wäre, die im Zuge des Ukraine-Kriegs vom Westen mit Sanktionen belegt werden.

Unterwelt: Der einstige „Le Freeport“ (Archivfoto), der heute „High Security Hub“ heißt, ist so sicher wie jeder denkbare Tresor – und anheimelnd wie ein Borg-Würfel

Unterwelt: Der einstige „Le Freeport“ (Archivfoto), der heute „High Security Hub“ heißt, ist so sicher wie jeder denkbare Tresor – und anheimelnd wie ein Borg-Würfel Foto: Editpress

Wem schon unwohl wird, wenn er an die bizarren Winkelzüge und Geschäftspraktiken denkt, mit denen der Finanzplatz Luxemburg das Steuerzahlen auch zum Wohl seiner Staatsbürger optimiert, dem muss eine Einrichtung, die in der Nähe des Flughafens 2014 eröffnet wurde, den Rest geben: der „Freeport“, der sich inzwischen „High Security Hub“ nennt. Dort erweitert man den diskreten Umgang, der hierzulande sonst gegenüber unsichtbaren Geldströmen gepflegt wird, auf ganz physische Objekte: Teure Kunst, vor allem, aber auch teuren Wein, teure Autos, teure Diamanten kann man hier einlagern – und ganz generell alles, was man selbst (oder eine Versicherung) nur ungern im heimischen Hobbykeller gelagert wissen will.

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