Ausblick auf Nationalkongress
CSV-Generalsekretär Paul Galles bezieht Stellung – CSJ-Präsident Donnersbach spricht von frustrierender Situation
Paul Galles hat Stellung zu den Spekulationen rund um eine Kandidatur zum Parteipräsidenten genommen. CSJ-Präsident Alex Donnersbach berichtet von frustrierenden Streitsituationen in den vergangenen Monaten – und beide versuchen, den Kommunikationsstopp der CSV zu erklären.
Womöglich das Gesicht des CSV-Neuanfangs? Foto: Editpress
Bewusst kein Dementi oder Bestätigung. So kommentiert CSV-Generalsekretär Paul Galles die Spekulationen um seine Person als zukünftiger Parteipräsident. „Sie haben wohl bei unseren Mitgliedern nach möglichen Kandidaten gefragt, und dabei ist mein Name gefallen, nehme ich an. Ich fühle mich geehrt, habe aber als Generalsekretär momentan mit der Organisation des Nationalkongresses genug zu tun“, antwortet Paul Galles auf Nachfrage des Tageblatt. Mit der zukünftigen Parteileitung soll sich jeder in der Partei identifizieren können und jede Generation ihren Platz haben, sagt Galles. „Das neue Team soll für Einheit und einen Neuanfang stehen und mit integrativen Personen besetzt werden“, sagt der amtierende Generalsekretär der CSV. Ein Stichdatum für die Kandidaturen ist ebenso schon bekannt: Bis zum 9. April müssen alle Bewerber ihre Kandidatur eingereicht haben.
Dass die CSV, sowohl Partei als auch Fraktion, in den letzten Tagen in der Kommunikation nach außen eher still war, sei der Tatsache geschuldet, dass die Parteileitung mit der Kommunikation nach innen beschäftigt sei. „Wir müssen unseren Parteimitgliedern klar darlegen, was passiert ist. Wir waren als Abgeordnete dazu verpflichtet, die vorliegenden Tatsachen der Justiz zu melden“, sagt der CSV-Politiker und stellt klar: „Wir als CSV-Fraktion haben die Tatsache entgegen anderslautenden Berichten nicht an die Presse weitergegeben.“ Wer das juristische Gutachten erstellt hatte, konnte Paul Galles auch nicht sagen – ist sich aber sicher, dass es sich um ein unabhängiges Gutachten handele.
Alex Donnersbach, Präsident der CSJ Foto: Privat
Alex Donnersbach, Präsident der „Christlich-Sozialen Jugend“, hofft ebenfalls auf einen Neuanfang – Ideen habe die CSJ zur Genüge. Eine Doppelspitze habe er schon in mehreren Interviews angesprochen. „Ich werde keine Namen nennen. Es muss jedoch ein neues Team mit neuen und jungen Gesichtern übernehmen“, fordert der CSJ-Präsident für den Neustart der Partei am 24. April. Donnersbach beschreibt die Situation in der CSV in den letzten Monaten als frustrierend. „Wir haben der Parteileitung gesagt, dass wir keine Lust auf diese Streitsituation haben. Wir wollten ein Leadership, das Lust auf Politik macht“, sagt Donnersbach. Das habe sich in den letzten Monaten nicht gebessert, weswegen etwas habe passieren müssen, damit die Leute zusammenkommen können, die zusammen arbeiten wollen. Die abwesende Kommunikation der CSV wollte er nicht weiter kommentieren. „Da müssen sie die Partei fragen. Ich denke aber, dass sie den Dialog mit den Mitgliedern suchen muss. Das würde ich ihr zumindest anraten“, sagt Donnersbach gegenüber dem Tageblatt.