Corona-Krise
Covid-19-Karte: Im Kanton Esch grassiert die Seuche am heftigsten
Zusätzlich zu den Infektionszahlen veröffentlicht das Gesundheitsministerium nun auch eine Karte von Luxemburg, auf der die Infektionszahlen nach Kanton ersichtlich sind. Seit dem 22. Juni ist der Südkanton Esch allen anderen Regionen des Landes davongezogen und residiert auf einem traurigen ersten Platz.
Offizielle Covid-19-Karte der Regierung Quelle: ministère de la Santé
Mit 329 Infektionen hat der Kanton Esch mehr als doppelt so viele Infektionen wie die Hauptstadt. Auch das Argument der dichten Besiedelung greift nicht, denn der Süden hat auch die höchste Infektionszahl pro 10.000 Einwohner. Ein Blick auf die Karte verrät trotzdem eine Tendenz. In dichter besiedelten, urbanisierten Räumen breitet sich das Virus offenbar schneller aus als im ländlichen Teil des Großherzogtums. Der Kanton Clerf verzeichnet seit dem 22. Juni beispielsweise nur sieben Infektionen, Redingen sogar nur sechs. Auch entlang der Mosel hat sich das Virus noch nicht sonderlich weit verbreitet.
Allerdings ist eine solche Karte angesichts der Größe Luxemburgs nur bedingt aussagekräftig: Die Menschen bewegen sich tagsüber durch das ganze Land und tragen das Virus mit sich. Nachlässigkeit ist demnach nicht geboten, auch wenn man sich in Ulflingen auf der sicheren Seite wähnt. Dem Coronavirus ist es, wie Premier Bettel sagte, „egal, ob die Tür geschlossen ist“. Noch viel weniger interessiert sich der Erreger für administrative Grenzen – denn diese bilden nicht einmal eine physische Barriere.
Offizielle Covid-19-Karte der Regierung Quelle: ministère de la Santé