WLTP

Autofahren wird in Luxemburg bald etwas teurer – wegen eines neuen Testverfahrens

Das Autofahren könnte in Luxemburg bald etwas teurer werden: Ab 1. Januar 2021 werden der Verbrauch und CO2-Ausstoß von Autos anhand eines anderen Schlüssels bemessen – und dementsprechend die daraus folgende Steuer.

Ab nächstem Jahr soll der kombinierte CO2-Wert, der der Kfz-Steuer zugrunde liegt, durch das WLTP-Modell errechnet werden und nicht mehr durch den NEDC-Standard

Ab nächstem Jahr soll der kombinierte CO2-Wert, der der Kfz-Steuer zugrunde liegt, durch das WLTP-Modell errechnet werden und nicht mehr durch den NEDC-Standard Foto: dpa via AP/Nigel Treblin

Ab Neujahr 2021 soll der kombinierte CO2-Wert, der der Kfz-Steuer zugrunde liegt, durch das aktuellere WLTP-Modell errechnet und nicht mehr der NEDC-Standard aus den 1980er-Jahren zugrunde gelegt werden. Das geht aus einer Mitteilung des Mobilitätsausschusses hervor, der am Donnerstag virtuell getagt hat.

Der WLTP-Standard (für „Worldwide Harmonized Light Duty Vehicles Test Procedure“, deutsch etwa weltweit einheitliches Leichtfahrzeuge-Testverfahren) gilt als deutlich realistischer – was in diesem Fall auch bedeutet: pessimistischer. Verbrauch und Ausstoß eines Autos werden höher eingestuft, was sich eben in einer etwas höheren Steuer niederschlagen wird. 

Eigentlich hätte die Änderung schon im März kommen sollen, wurde aber verschoben, auch wegen der Corona-Krise. Jetzt ist der 1. Januar 2021 als Stichtag festgelegt: Alle vorher angemeldeten Autos fahren noch ihr ganzes Autoleben lang mit der NEDC-Einstufung.

Die Änderung des entsprechenden Gesetzes wird dem Staatsrat zur Stellungnahme vorgelegt, eine Abstimmung im Plenum ist für den Herbst geplant.

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