Ausweisung iranischen Künstlers
Alborz Teymoorzadeh: „Wenn sie es geschafft haben, weiterzuleben, gelingt mir das auch“
Alborz Teymoorzadeh muss raus: Die Aufenthaltsgenehmigung des iranischen Künstlers wurde nicht verlängert. Das sorgt für Protest in der Kulturszene, spornt ihn jedoch zum künstlerischen Gegenschlag an. Die Regierung verteidigt sich mit dem Gesetzbuch.
Seine Ausweisung treibt die Kulturszene um: der Künstler Alborz Teymoorzadeh Foto: Lénaïc Brulé
Die Telefonverbindung ist instabil. Alborz Teymoorzadehs Stimme bricht mehrmals weg, zwischendurch zischt ein Feuerzeug im Hintergrund, knarzt eine Tür. Teymoorzadeh, iranischer Künstler und Architekt, könnte für das Gespräch mit dem Tageblatt in Luxemburg sitzen; beispielsweise in der Escher Kulturfabrik (Kufa), dessen Team ihm eine Teilzeitstelle anbot. Zum ersten Arbeitstag kam es nie. Teymoorzadeh musste Luxemburg nach fünf Jahren verlassen, denn seine Aufenthaltsgenehmigung wurde nicht verlängert.