RT-Sender und SES

Luxemburger Satelliten helfen bei der Verbreitung von Putins Propaganda

Die Sender-Gruppe RT, die ehemals Russia Today hieß, liefert die Propaganda zu Putins Politik – und zum Krieg des russischen Präsidenten in der Ukraine. So sehr, dass die EU bereits die Chefredakteurin mit Sanktionen belegt hat. Der Luxemburger Satellitenbetreiber SES strahlt aber weiterhin Sender der RT-Guppe aus.

Von Betzdorf ins All: zu den wichtigsten Aktionären der SES zählt der Luxemburger Staat

Von Betzdorf ins All: zu den wichtigsten Aktionären der SES zählt der Luxemburger Staat Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Seit Mittwoch ist bereits ein erstes Sanktionspaket in Kraft, das als Reaktion auf die Anerkennung der pro-russischen Separatistengebiete in der Ostukraine durch Putin verhängt worden war. Es richtet sich gegen drei russische Banken und 23 Verantwortliche aus Putins Umfeld, darunter auch die Chefredakteurin des staatlichen Fernsehsenders RT (ehemals Russia Today), Margarita Simonjan.

Ihr Vermögen wird in der EU ebenso eingefroren wie das von 351 russischen Parlamentsabgeordneten. Zudem werden sie mit Einreisesperren belegt. Am Freitag wurde bereits das zweite Sanktionspaket der EU auf den Weg gebracht.

Der Luxemburger Satellitenbetreiber strahlt derweil weiterhin – auch nach dem Einmarsch in die Ukraine – Programme der RT-Guppe über sein Satelliten-Netz aus. Auf Nachfrage des Tageblatt antwortete das Betzdorfer Unternehmen am Freitagabend: „Wir beobachten die sich entwickelnden Sanktionen gegen Russland sehr genau. Im Moment sind unsere Video- und Datendienste nicht direkt von den Sanktionen betroffen. Sollte sich die Situation ändern, werden wir entsprechend reagieren.“ Zu den wichtigsten Aktionären der SES zählt der Luxemburger Staat.

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