Arbeitsmarkt

SES schließt internationale Zweigstellen und entlässt auch Angestellte in Luxemburg

Der Satellitenbetreiber SES kündigte am Freitag an, seine weltweiten Aktivitäten umzustrukturieren. Gerade die europäischen Regionalbüros sollen geschlossen werden und die globale Zentrale in Betzdorf gestärkt werden. Trotzdem sind auch luxemburgische Arbeitsplätze bedroht.

Die Sende- und Empfangsstation von SES in Betzdorf wird im Zuge der Konzernumstrukturierung verstärkt.

Die Sende- und Empfangsstation von SES in Betzdorf wird im Zuge der Konzernumstrukturierung verstärkt. Foto: Editpress/Didier Sylvestre

SES plant, seine Büros in Brüssel, im Zentrum Londons, auf der Isle of Man, in Warschau und Zürich zu schließen. Die Aktivitäten von diesen Standorten sollen auf andere Büros in Kiew, Stockholm, Stockley Park in London, Den Haag sowie den Hauptsitz in Luxemburg verlagert werden. Das teilte der Konzern am Freitag in einer Pressemitteilung mit. 

Die Arbeitsplätze von 10 bis 15 Prozent der weltweiten Belegschaft werden dabei wegfallen. Da auch Beschäftigte in Luxemburg von diesen Maßnahmen betroffen sind, hat SES seine Personalvertreter beauftragt, die Umsetzung eines Sozialplans zu erörtern.

Der Abbau der Arbeitsplätze läuft unter dem Programm „Simplify & Amplify“, also „Vereinfachen und Verstärken“. Das Restrukturierungsprogramm war notwendig geworden, nachdem 2019 bereits ein schwieriges Jahr für den Konzern dargestellt hatte. Die Aktie war im März um ein Viertel eingebrochen, nachdem der Betrieb die Jahresbilanz vorgestellt hatte. (Das Tageblatt berichtete.)

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