Luxemburg

Arbeitslosenquote bleibt bei 6,3 Prozent – offene Stellen nehmen zu

Die Arbeitslosenquote verharrt bei 6,3 Prozent. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Arbeitssuchenden zu – besonders bei Hochqualifizierten und jüngeren Altersgruppen.

Arbeitslosenquote in Luxemburg bei 6,3 Prozent, stabile Wirtschaftslage und Arbeitsmarktentwicklung

Die Arbeitslosenquote liegt in Luxemburg weiterhin bei 6,3 Prozent Symbolfoto: Editpress/Hervé Montaigu

Luxemburgs saisonbereinigte Arbeitslosenquote bleibt weiterhin stabil bei 6,3 Prozent. Das geht aus den neuesten Statec-Zahlen der Adem hervor. Wie die Arbeitsagentur am Mittwoch mitteilt, waren zum 30. April 2026 insgesamt 20.140 Personen als arbeitssuchend gemeldet – ein Anstieg von 1.544 Personen beziehungsweise 8,3 Prozent im Vergleich zum April 2025.

Bei den Neuanmeldungen gab es mit 2.466 Menschen einen Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Nach wie vor sind vor allem die am höchsten Qualifizierten auf der Suche. Ihre Zahl wuchs um 17,8 Prozent. Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt zudem einen deutlichen Anstieg bei den 30- bis 44-Jährigen (+10,9 Prozent) und den Jugendlichen (+8 Prozent).

Auch bei den gefragten Berufen sind die Trends seit mehreren Monaten weitgehend unverändert. Vor allem die Bereiche IT, Sekretariat und Assistenz sowie Buchhaltung sind von steigenden Arbeitslosenzahlen betroffen. Im April gab es außerdem einen klaren Anstieg in den Bereichen Organisation und Forschung sowie in der Gastronomie.

Die Zahl derjenigen, die in Luxemburg ansässig sind und Vollarbeitslosengeld beziehen, entwickelte sich hingegen rückläufig. Ende April erhielten 10.181 Personen die Unterstützung – ein Rückgang von 4,4 Prozent im Jahresvergleich.

7.448 offene Stellen

Auch bei den nicht in Luxemburg ansässigen Arbeitssuchenden setzt sich der zuvor beobachtete Trend fort: Zum 30. April waren 4.297 Personen registriert, was einem Anstieg von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. 55,8 Prozent der nicht-ansässigen Arbeitssuchenden haben unter denselben Bedingungen wie Ansässige Anspruch auf finanzielle Unterstützung durch die Adem. In dieser Gruppe stieg die Zahl der Registrierten im Jahresvergleich um 9,4 Prozent.

Bei den Nicht-Einwohnern, die sich freiwillig und ohne Anspruch auf finanzielle Unterstützung bei der Adem registrieren, kam es zu 813 Neuanmeldungen. Das entspricht 11,2 Prozent im Jahresvergleich. Mit 1.901 Personen lag ihr Anteil bei 44,2 Prozent aller nicht ansässigen Arbeitssuchenden. Der Anstieg der Zahl dieser Kategorie ist mit 42,7 Prozent im Jahresvergleich „weiterhin besonders ausgeprägt“, schreibt das Arbeitsamt.

Im April 2026 meldeten die Arbeitgeber 3.052 neue offene Stellen bei der Adem – ein Rückgang von 14,7 Prozent gegenüber April 2025. Zum Monatsende belief sich der Bestand an verfügbaren Stellenangeboten auf insgesamt 7.448 und lag damit 3,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Wie schon im Vormonat verzeichneten vor allem Berufe in Lagerhaltung, Lastentransport, industrieller Reinigung und Sauberkeit sowie in der paramedizinischen Pflege den stärksten Anstieg im Jahresvergleich. (les)

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