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Zittersieg gegen den Racing: Zweiter Saisonsieg für Walferdingen

Mit einem knappen 88:85 gegen Aufsteiger Racing konnte Walferdingen seinen zweiten Erfolg der Saison feiern. Die Résidence musste allerdings bis zur letzten Sekunde zittern, denn die Hauptstädter, angeführt vom omnipräsenten Bivins (38 Punkte, 16 Rebounds und vier Steals), zeigten bis zur Schlusssirene Einsatz und Kampfgeist. 

Die 38 Punkte von Antunio Bivins reichten nicht zum zweiten Saisonsieg des Racing

Die 38 Punkte von Antunio Bivins reichten nicht zum zweiten Saisonsieg des Racing Foto: Editpress/Fernand Konnen

Als Filip Vranjes 30 Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen den Vorsprung auf acht Zähler ausbaute (77:85), schien die Partie gelaufen. Doch im Gegenzug verwandelte Racing-Profi Temple nach einem Foul seine zwei Freiwürfe, ehe Walferdingen sich einen Fehlpass leistete, wovon Bivins profitierte. Nach einem weiteren Ballverlust der Gäste verkürzte Bivins mit einem Dreier den Rückstand auf einen Zähler (84:85). Bei acht verbleibenden Sekunden bewahrte Slajchart jedoch die nötige Ruhe an der Freiwurflinie, sodass seine drei verwandelten Freiwürfe für die Vorentscheidung sorgten (84:88). 

„Vergangene Saison verloren wir viele Partien im letzten Viertel, deshalb ist es wichtig, dass wir in dieser knappen Schlussphase die Oberhand behielten. Nichtsdestotrotz hätte uns das nicht passieren dürfen: Die Entscheidung hätte auch sieben Minuten vor Schluss schon fallen können. Doch der Racing zeigte Kampfgeist“, so die Analyse von Oliver Vujakovic, der unterstreicht, dass seinem Team noch viel Arbeit bevorsteht: „Mit neuen Spielern und neuen Profis, das braucht Zeit. Geduld ist für uns das Schlüsselwort. Doch wir bleiben positiv: Die Stimmung ist gut und jeder ist bereit, hart zu arbeiten.“

Schlüsselwort Geduld

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (13:13) war es Walferdingen, das sich mit einem 9:0-Lauf ein kleines Polster erspielte (13:22). Der Racing konterte (26:24), doch die Gäste nahmen unter dem Impuls von Vranjes das Heft in die Hand und bauten die Führung erneut auf acht Zähler aus (26:34). Nachdem Vranjes allerdings nach knapp 13‘ mit drei Fouls vorbelastet war und ausgewechselt wurde, gestaltete sich die Partie wieder ausgeglichen und es ging mit einem Gleichstand in die Pause. 

Die Gastgeber kamen konzentrierter aus den Kabinen. Hilger und Bivins sorgten für eine Sieben-Punkte-Führung (46:39), ehe Vranjes im Alleingang den Ausgleich bewerkstelligte (48:48). Doch wenig später kassierte er sein viertes Foul. In der Folge verteidigten die beiden Profi-Spieler der Gäste mit Dreiern die Führung (57:67, 32‘), wobei es zum Schluss noch einmal eng wurde, da die Hausherren kämpften. „Das macht die Mannschaft aus, wir geben nie auf. Das Spiel ist erst vorbei, wenn die 40 Minuten abgelaufen sind. Es tut umso mehr weh, wenn zum Schluss nur drei Punkte fehlen“, so Steve Lanners, der erklärt, dass man als Aufsteiger zwar theoretisch nichts zu verlieren habe, „doch genau wie letztes Wochenende, war auch gegen Walferdingen mehr möglich. Es fehlte nicht viel, doch wir erlaubten uns unnötige Fehler. Wir müssen an der Konstanz und den Details arbeiten.“

Statistik

„T“-Bestnote: Filip Vranjes (Résidence Walferdingen)
Viertel: 17:22, 22:17, 18:23, 28:26
Racing: Bivins 38, Temple 15, Lanners 10, Hilger 8, Loncaric 8, Soragna 3, Keller 3, Caruso 
Walferdingen: Vranjes 26, Slajchert 26, Bailey 18, Vujakovic 10, Jarnjak 7, Schomer 1, Muric 0, Saldana 0
Schiedsrichter: L. Weiwers/Greisch/Isigonis
Zuschauer: 85 zahlende

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