Handball
„Man fühlt sich wie ein kleiner Star“: Fränky Hippert über die Besonderheit des Youth Cup
Am anstehenden Osterwochenende trifft sich die europäische Handballjugend bereits zum 38. Mal in Düdelingen und kämpft um den Titel beim Youth Cup. Fränky Hippert kennt das Turnier aus erster Hand: Einst selbst Teilnehmer und heute im Organisationskomitee, weiß er, warum der Youth Cup nicht nur für den Verein, sondern auch für junge Talente so wichtig ist.
Fränky Hippert nahm in seiner Karriere zweimal am Youth Cup teil Foto: Editpress/Fernand Konnen
„Man fühlt sich wie ein kleiner Star.“ Wenn Fränky Hippert über den Youth Cup des HB Düdelingen spricht, dann spiegelt dieser Satz wider, was das internationale Turnier für junge Handballer so besonders macht. Während über eine Saison vor allem die A-Mannschaften eines Vereins im Fokus stehen, ändert sich das beim Youth Cup auf einen Schlag. Volle Halle, die Spieler der ersten Mannschaft als Zuschauer und das besondere Gefühl, im Mittelpunkt zu stehen.
„Wenn man noch zu jung ist, um mitzuspielen, fiebert man darauf hin, endlich am Youth Cup teilzunehmen“, erzählt Hippert. „Man freut sich enorm darauf. Wenn es dann soweit ist, dreht sich das ganze Wochenende alles nur um dich.“
Hippert, der heute mit der ersten Mannschaft des HBD um den Meistertitel kämpft, weiß, wovon er spricht. Er hat den Youth Cup aus den verschiedensten Perspektiven erlebt. Als er selbst noch nicht alt genug war, um am internationalen Turnier seines Klubs teilzunehmen, verbrachte er während der Ostertage trotzdem den ganzen Tag in der Düdelinger Halle und war unter anderem als Delegierter für die Betreuung von Mannschaften zuständig.
2011 und 2012 stand er dann selbst auf der Platte, wurde mit seiner Mannschaft einmal Fünfter und einmal Dritter. Die Erinnerungen sind auch heute noch präsent. „Damals waren die Fivers aus Wien da, mit Mykola Bilyk.“ Der Österreicher spielt heute in der Bundesliga für THW Kiel.
Es waren auch prägende Momente für Hipperts Karriere. „Ich denke, dass das damals mein Durchbruch war“, sagt er rückblickend. „Ich habe bei dem Turnier einen großen Schritt gemacht, der es mir ein paar Jahre später ermöglicht hat, in die erste Mannschaft aufzusteigen. Der Youth Cup gab noch einmal einen richtigen Motivationsschub.“
Auch deswegen, weiß er, wie wichtig das Turnier, nicht nur für den Spaß der Jugendspieler, sondern auch für den Klub ist. „Der Youth Cup lockt die Jugend an und damit halten wir sie auch im Verein“, so der 30-Jährige. „Die Jugend ist unsere Zukunft. Und wenn man junge Spieler halten will, braucht man sowas wie den Youth Cup, um sie zu begeistern. Er ist deswegen extrem wichtig für den Klub.“
„Wie ein Schweizer Taschenmesser“
Der Youth Cup lockt an den Osterfeiertagen viele Zuschauer in die Düdelinger Halle Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Hippert ist deswegen auch seit einigen Jahren im Organisationskomitee. Während der letzten drei Monate wurde sich einmal die Woche zusammengesetzt, um die Organisation zu stemmen, davor traf man sich alle zwei Wochen. Hippert hat nun zudem seit Mittwoch frei, um bei den letzten Vorbereitungen in der Halle mit anzupacken. Sein Einsatzbereich ist dabei breit gefächert. Ob beim Aufbau, in der Buvette, bei der Betreuung der Spieler oder beim Abholen der Teams am Flughafen. „Ich bin wie ein Schweizer Taschenmesser“, sagt er lachend. „Ich helfe überall dort, wo ich gebraucht werde.“
Sportlich ist die 38. Ausgabe des Youth Cup in diesem Jahr einmal mehr stark besetzt. 16 U18-Mannschaften aus elf verschiedenen Ländern nehmen teil – darunter große Handball-Namen wie etwa die Nachwuchsmannschaften der Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen und TVB Stuttgart. „Unsere Jungs werden es nicht einfach haben, aber das spricht auch für die immer weiter steigende Qualität des Turniers.“
Die U18 des HBD trifft am Samstag in der Gruppenphase zunächst auf Hubo (B), Merzig-Hilbringen (D) und US Creteil (F). Am Sonntag folgen anschließend die Platzierungsspiele und das Finale. Für die Düdelinger Spieler von Trainer Jeff Rech wird es darum gehen, bestmöglich gegen die internationale Konkurrenz aufzutreten und das Scheinwerferlicht am Osterwochenende zu genießen.
„Damals, als ich selbst am Youth Cup teilgenommen habe, habe ich in einem Video gesagt: Als Düdelinger gibt es Weihnachten, es gibt Karneval und dann kommt für uns nicht Ostern, sondern der Youth Cup“, so Hippert. „Das ist auch heute noch so.“
Die Teams
HB Düdelingen (L), Hubo Handball (B), HSV Merzig-Hilbringen (D), US Creteil HB (F), Rhein-Neckar Löwen (D), Albatro Siracusa (I), Pepino SKP Frydek-Mistek (CZE), Ionikos NF (GRE), TVB Stuttgart (D), KTSV Eupen (B), Metz HB (F), HSG Nordwest (CH), IBV Vestmannaeyjar (ISL), Jungwölfe Rimpar (D), HC Tallas Tallinn (EST), RK Izvidac (BIH)
Das Programm
Am Freitag:
18.15 Uhr: Eröffnungszeremonie
Am Samstag:
8.30 bis 18.00 Uhr: Gruppenspiele
19.30 Uhr: Galamatch
Am Sonntag:
8.15 bis 17.30 Uhr: Platzierungsspiele
17.30 Uhr: Finale
18.30 Uhr: Abschlusszeremonie