ING Night Marathon 2026
Wie die Schülerinnen der „Sainte-Anne“ für einen reibungslosen Ablauf beim Marathon sorgten
Freiwillige Helfer sind für ein erfolgreiches Großevent unabdingbar. Dazu zählen beim ING-Marathon bereits seit Jahren die Schülerinnen einer Ettelbrücker Mädchenschule. Ihr Einsatz bei der Beutelabgabe ist für die Läufer extrem wichtig.
Vor der Arbeit stellten sich die Schülerinnen noch für ein Gruppenfoto auf Foto: EPSA
Ein Event wie der Marathon lebt auch von seinen zahlreichen freiwilligen Helfern. Ohne sie wäre ein reibungsloser Ablauf für Teilnehmer und Zuschauer kaum möglich. Schülerinnen der „Ecole privée Sainte-Anne“ (EPSA) aus Ettelbrück helfen schon seit Jahren in der Garderobe mit. Etwa 50 von ihnen waren am Samstag bis spät in die Nacht in der Luxexpo im Einsatz. Ihre Aufgaben: die Beutel der Teilnehmer mit ihren persönlichen Gegenständen vor dem Rennen entgegennehmen und nach dem Zieleinlauf wieder zurückgeben. Die Schule arbeitet seit Jahren mit der NGO „Care Luxembourg“ zusammen.
Die ersten Läufer kamen kurz nach 15 Uhr, um ihren Beutel abzugeben. Jeder Teilnehmer hatte bereits bei der Anmeldung eine Startnummer erhalten. Diese musste auch auf dem Beutel stehen, um die Arbeit der Schülerinnen zu erleichtern. Denn: Die Säcke werden auf einer großen Betonfläche in den Ausstellungshallen den Nummern nach sortiert. Die Schülerinnen mussten dabei gewissenhaft vorgehen. Denn während am Nachmittag noch wenig Andrang war, wurde es nach Rennende belebter. Tausende erschöpfte Läufer wollten so schnell wie möglich ihre Sachen abholen und danach in die Dusche, zur Massage oder einfach nur noch nach Hause. Jeder Fehler beim Einräumen würde sich genau in diesem Zeitpunkt rächen und für einen Stau im Zieleinlauf sorgen.
Thomas von Care war glücklich über die vielen Schülerinnen, die halfen Foto: Editpress/Tun Stemper
Die Arbeit der Schülerinnen während des Marathons hilft auch „Care“ bei der Umsetzung ihrer wohltätigen Projekte in Afrika und Asien. „Das Ehrenamt ist Teil einer langen Kette der Solidarität“, erklärte Thomas Kaufmann, CEO von „Care“. Er sei sehr glücklich, dass so viele Schülerinnen der EPSA am Samstag halfen. „Die Zusammenarbeit mit der Schule gibt es schon lange.“ Das gehe auf die Präsidentin der NGO zurück, die früher als Schulleiterin in Ettelbrück tätig war. Doch die Organisatoren des Marathons unterstützen die Organisation auch finanziell. „Das hilft uns, Projekte umzusetzen.“
Jugendliche helfen gerne
Romy Bertemes, Sportlehrerin an der Schule, erklärt, es sei nicht schwer, Schülerinnen zu überzeugen, einen ganzen Samstag beim Marathon zu helfen. „Dieses Jahr hat das super geklappt, wir haben viele Schülerinnen, die sich ehrenamtlich engagieren.“ Das zeige, dass das Bild von Jugendlichen, die sich nicht mehr für solche Projekte einsetzen wollen, falsch sei. Viele Schülerinnen seien bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei. „Das zeigt, dass das hier eine tolle Initiative ist.“

Romy Bertemes sagte, es sei falsch, zu glauben, dass Jugendliche sich nicht mehr engagieren Foto: Editpress/Tun Stemper
„Ich finde es immer wieder interessant, hier zu sein“, sagt Mia, die bereits zum dritten Mal hilft. „Du kommst in Kontakt mit Menschen, und lernst ihre Motivation für einen Halbmarathon kennen.“ Die Stimmung sei ebenfalls immer gut. Die Arbeit der Schülerinnen beschreibt sie als wenig stressig, wenn die Läufer ihre Sachen abgeben. „Sie selbst sind dann ja auch nicht gestresst.“ Und: Sie kommen nicht alle miteinander. „Nach dem Rennen kommen sie jedoch zu zehnt miteinander, sind genervt und müde und wollen nur noch ihren Beutel.“ Das sei dann anstrengender.
Auch Maria ist schon zum wiederholten Mal dabei. „Ich bin freiwillig hier, weil es schön ist, zu helfen.“ Aber: Die Schülerinnen erhalten eine Bescheinigung, dass sie dabei waren. „Das ist gut für den Lebenslauf.“ Maria hat bei der vergangenen Ausgabe des Rennens eine Irin kennengelernt, die den Marathon lief. „Sie war ganz alleine und hat uns interessante Geschichten aus ihrem Leben erzählt.“ Die Läuferin habe ein Foto mit den Schülerinnen gemacht. „Das Bild habe ich immer noch.“