Handball

Weltmeister Didier Dinart wird neuer Luxemburger Nationaltrainer

Die Entscheidung ist gefallen: Der Franzose Didier Dinart wird neuer Nationaltrainer der luxemburgischen Handballer.

Didier Dinart als Handballtrainer führt Frankreich 2017 zum WM-Titel im Finale

Didier Dinart führte Frankreich 2017 als Trainer zum WM-Titel Foto: AFP/Franck Fife

„Mit Didier Dinart übernimmt eine der größten Persönlichkeiten im internationalen Handball die Leitung der ‚Roten Löwen‘.“ Mit diesen Worten gab der Luxemburger Handball-Verband (FLH) am Freitag die Verpflichtung des Franzosen als neuen Herren-Nationaltrainer bekannt. Was sich bereits seit geraumer Zeit angedeutet hatte, ist damit nun offiziell.

Der mittlerweile 49-Jährige gewann in seiner aktiven Karriere mit Frankreich zwei Olympische Goldmedaillen, drei Weltmeistertitel und zwei Europameisterschaften. Später führte er „Les Bleus“ im Jahr 2017 auch als Trainer zum WM-Titel. In ihrer Pressemitteilung bezeichnet die FLH den Franzosen als einen der „bedeutendsten Handballer der Geschichte“.

Vorwürfe geprüft

„Mit dieser Verpflichtung setzt die FLH ein klares Zeichen für die Weiterentwicklung des luxemburgischen Handballs. Seine internationale Erfahrung, seine hohe Fachkompetenz und sein professioneller Einsatz sollen wichtige Impulse für die Nationalmannschaft und den ganzen Verband geben“, heißt es weiter. Bei den „Roten Löwen“ tritt der Franzose die Nachfolge des Deutschen Maik Handschke an, von dem sich die FLH im April getrennt hatte.

Zuletzt betreute Dinart die Nationalmannschaft aus Montenegro. Parallel stand er beim französischen Zweitligisten Ivry an der Seitenlinie – ein Engagement, das jedoch nicht ohne Kontroversen verlief. Im vergangenen Jahr warfen ihm mehrere Spieler „toxisches Management“, „Brutalität“ und „demütigende Methoden“ vor. Dinart wies die Vorwürfe zurück. Nach einer vereinsinternen Untersuchung kam es schließlich im Januar dieses Jahres zur Trennung.

Auch die FLH setzte sich im Rahmen des Auswahlverfahrens mit dem Fall auseinander. „Natürlich hat das eine Rolle gespielt und wir haben das aufgeklärt“, so FLH-Präsident Dr. Romain Schockmel auf Tageblatt-Nachfrage. „Ich persönlich und auch andere Leute haben eine Tour bei den Verbänden und juristischen Instanzen gemacht, um herauszufinden, was dahintersteckt. Wir haben das untersucht und es war am Ende für uns kein Grund, den Weg mit ihm nicht zu gehen.“

Debüt im November

Mit Dinart habe die FLH genau das gesuchte Trainerprofil gefunden, betont Dr. Schockmel. „Es musste jemand sein, der sich voll auf Luxemburg konzentriert und auch hier im Land lebt, um den Basisaufbau voranzutreiben. Das ist schlussendlich bei Dinart festgehalten worden.“ Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt.

Seine Premiere als Nationaltrainer der „Roten Löwen“ wird Dinart im November feiern. Dann startet Luxemburg in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2028. In Gruppe 8 trifft die FLH-Auswahl auf Schweden, Nordmazedonien und Griechenland.

FLH-Kongress am Samstag

Am Samstag findet die ordentliche Generalversammlung des luxemburgischen Handball-Verbandes (FLH) statt. Ab 9.30 Uhr stehen 21 Punkte in der „Salle polyvalent“ in Ospern auf der Tagesordnung.

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