French Open

„Warum reden wir immer noch darüber?“: Modische Osaka sorgt für Gesprächsstoff

Naomi Osaka steht bei den French Open erstmals im Achtelfinale. In Paris sorgen aber vor allem die extravaganten Outfits der Japanerin für Gesprächsstoff.

Naomi Osaka in modernem Tennisoutfit auf dem Platz, spricht über ihren individuellen Kleidungsstil beim Tennisspielen

„Für mich wäre es mittlerweile fast schon seltsamer, ein normales Tennisoutfit zu tragen“, sagt Naomi Osaka Foto: AFP/Anne-Christine Poujoulat

Naomi Osaka konnte irgendwann nur noch lachen. „Ihr fragt immer wieder, und ich antworte immer wieder“, sagte die Japanerin, nachdem sie zum x-ten Mal auf ihre extravaganten Outfits bei den French Open angesprochen worden war: „Warum reden wir immer noch darüber?“ Mit der Kleidungswahl für ihre Matches zieht Osaka die Blicke am Bois der Boulogne auf sich, sorgt für reichlich Gesprächsstoff in der französischen Modestadt. Die eigenen sportlichen Erfolge gehen dabei fast unter.

Und so musste Osaka auch nach ihrem erstmaligen Einzug in das Achtelfinale von Roland Garros wieder einmal Rede und Antwort stehen. Wie viele dieser Outfits wie das bodenlange, schwarze Glitzerkleid bei ihrem Auftaktmatch gegen die von dieser Modenshow nur mäßig begeisterte Laura Siegemund oder die goldenen Jacke aus der dritten Runde hat sie überhaupt dabei? Wie viel Zeit fließt in die Planung ein? Und: Bleibt der Sand eigentlich in den Klamotten hängen?

Bei den vielen Nachfragen geht Osaka mal mehr, mal weniger ins Detail. Klar ist aber: Die Kleidung ist für sie eine Art, „sich selbst auszudrücken. Für mich wäre es mittlerweile fast schon seltsamer, ein normales Tennisoutfit zu tragen.“ Osaka wolle einfach nur, „dass alles Spaß macht, ich will es für mich selbst spannend gestalten“.

Am Montag gegen Sabalenka

In Frankreich bringt Osaka ihre besondere Kleidung offenbar Glück. Mit ihren Auftritten erinnert sie dabei auch an eine gewisse Serena Williams, die selbst zu ihrer aktiven Zeit gerne modische Akzente gesetzt hatte. Gut möglich, dass sich beide bald wieder auf dem Platz gegenüberstehen, Gerüchten zufolge steht Williams vor ihrer Rückkehr auf die Tour.

Sie werde sich das erste Match der 23-maligen Grand-Slam-Gewinnerin „auf jeden Fall ansehen“, sagte Osaka: „Es wird die Leute dazu bringen, Tennis zu schauen, denn sie zieht immer ein großes Publikum an.“

Doch zuvor will die 28-Jährige ihre persönliche Reise in Paris fortsetzen. Die Runde der letzten 16 hat es dabei in sich, am Montag wartet in der Nightsession der Kracher gegen die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka. Die vergangenen zwei Duelle verlor Osaka gegen die Belarussin – doch davon will sich die Japanerin nicht aus der Ruhe bringen lassen.

„Hoffentlich kann ich meine Konstanz beibehalten und weiterhin versuchen, aggressiv zu spielen. Was auch immer passiert, passiert eben“, sagte die Weltranglisten-16.: „Ich bin wirklich dankbar für jedes Spiel, das ich gewinnen kann und hoffe nur, dass ich so weitermachen kann.“ Um so weitere Outfits präsentieren zu dürfen. (SID)

Swiatek und Gauff raus

Der nächste große Name ist raus: Die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek ist im Achtelfinale der French Open gescheitert. Die Polin verlor am Sonntag überraschend deutlich mit 5:7, 1:6 gegen die an Nummer 15 gesetzte Ukrainerin Marta Kostjuk. Zuletzt war Swiatek vor sieben Jahren so früh ausgeschieden, seit 2020 hatte sie immer mindestens das Viertelfinale in Paris erreicht. Nach drei Triumphen in Serie war Swiatek 2025 im Halbfinale an der Weltranglistenersten Aryna Sabalenka gescheitert. In diesem Jahr wollte die Polin nun in Paris unbedingt wieder zurück auf den Thron, arbeitete im Vorfeld auch mit dem Sandplatzkönig Rafael Nadal zusammen. Doch nach 1:39 Stunden Spielzeit verwandelte Kostjuk ihren ersten Matchball. Wie bei den Männern setzten sich die Pleiten der Favoritinnen damit auch bei den Frauen fort. Am Samstag war bereits Titelverteidigerin Coco Gauff in der dritten Runde ausgeschieden. Die US-Amerikanerin verlor 6:4, 6:7 (1:7), 4:6 gegen Anastasia Potapova aus Österreich. Gauff hatte sich im Vorjahr im Finale gegen Sabalenka durchgesetzt und sich ihren zweiten Major-Titel nach ihrem Triumph bei den US Open in 2023 gesichert.

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