Tour de France
Tadej Pogacar: Müde und genervt zur Nummer vier
Tadej Pogacar dominierte erneut die Tour de France und könnte das Rennen noch über Jahre beherrschen. Wenn er denn will.
Tadej Pogacar war froh über das Ende einer langen Tour Foto: AFP/Loïc Venance
Tadej Pogacar wirkte nach dem nächsten historischen Triumph seiner schon jetzt einzigartigen Karriere, als hätte er eine lästige Besorgungsfahrt erledigt. Ein höfliches Lächeln vom Siegerpodest auf den Champs-Elysées hinab zu den Fans, professionelles Posieren im Gelben wie im Bergtrikot, ein Küsschen für Freundin Urska Zigart – aber wenig Euphorie. Der Mann, der gerade zum vierten Mal die Tour de France gewonnen hatte, spürte nicht wie viele seine Vorgänger den Überschwang schieren Glückes. Pogacar fühlte sich vielmehr: müde und genervt – auch wenn er es am Schlusstag noch einmal krachen ließ.