Volleyball
Strassen feiert den 20. Meistertitel
Strassen feiert den 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte. In der Best-of-three-Finalserie hat die Mannschaft am Samstag im zweiten Spiel Lorentzweiler erneut bezwungen und die Titelverteidigung perfekt gemacht.
Strassen holte zum sechsten Mal in Folge den Meistertitel Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Die Ausgangslage vor dem zweiten Finalspiel der diesjährigen Meisterschaft war eindeutig: Für Strassen, den Gewinner des ersten Duells, bot sich die Chance, mit einem weiteren Erfolg den Titel vorzeitig perfekt zu machen. Im Falle einer Niederlage hätten sie jedoch noch im Entscheidungsspiel die Möglichkeit zur Titelverteidigung gehabt. Für Lorentzweiler hingegen gab es keine Alternative – nur ein Sieg am Samstag hätte die Tür zum Titel noch offen gehalten. Strassen stand somit nicht unter Zugzwang, doch Braas und Co. machten am Ende alles klar.
Beide Trainer konnten dabei nahezu aus dem Vollen schöpfen, mit der Ausnahme von Horacia D’Almeida aus Lorentzweiler, der sich im ersten Finalspiel verletzt hatte. Ansonsten standen die gleichen Spieler in den Startformation, wie vor einer Woche, wobei François Sonnet den Platz von D’Almeida einnahm. Lorentzweiler gab zu Beginn des ersten Satzes den Ton an und konnte sich früh mit drei Punkten absetzen. Doch Strassen gab nicht nach und schaffte beim Stand von 10:10 wieder den Anschluss. Nun ging es hin und her, mal führte das eine, dann wieder das andere Team. Kurz vor der Money-Time konnte sich Strassen dann aber dank Mateja Gajin und Leonardo Auzani davonmachen (20:15). Serge Karier brachte Tomas Pavelka für den schwachen Moïse Datus. Lorentzweiler hielt wieder dagegen, konnte sich aber nicht mehr annähern. Mit 25:20 ging Satz eins an den Titelverteidiger.
Der zweite Satz lief zunächst auf Augenhöhe. Lorentzweiler schien sich wieder gefangen zu haben. Datus und Hugo Fischer nahmen das Heft in die Hand und es stand schnell 11:7. Der Strassener Trainer Massimo Tarantini nahm eine Auszeit. Auch danach lief es nicht besser für sein Team. Seine Spieler produzierten zu diesem Zeitpunkt einfach zu viele Fehler. Nicht weniger als fünf Angriffe landeten im Aus. Tarantini brachte Jan Haldorsen für Auzani und Cameron Calhoun für Gajin. Lorentzweiler zog weiterhin sein Spiel durch und konnte sich problemlos mit 25:18 durchsetzen. Damit stand es 1:1 und das Spiel konnte von Neuem beginnen.
Minimalziel erreicht
Sina Arab und seine Teamkollegen drängten auf die Entscheidung in der Finalserie Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Tarantini setzte wieder auf die bewährten Kräfte. Lorentzweiler nahm den Flow mit in den dritten Satz und suchte schnell das Weite (6:2). Bei Strassen kam Boris Milosevic für Sina Arab. Mit einer Aufschlagserie brachte er sein Team zurück ins Spiel. Bei 7:7 war man dran und übernahm auch gleich die Führung. Es folgte eine Auszeit von Lorentzweiler. Doch es kam keine Reaktion. Strassen hatte nun komplett übernommen und ließ Lorentzweiler nur noch wenig Spielraum. Die Angreifer kamen nur selten durch und die Annahme schwächelte zusehends. Der Vorsprung wuchs immer weiter an und Strassen hatte am Ende neun Satzbälle, wobei gleich der erste stach. Damit stand es 25:16 - und 2:1 für Strassen.
Auch im vierten Satz duldete Strassen den Gegner nicht lange neben sich und setzte sich schon früh konsequent ab (12:8). Lorentzweiler konnte noch einige Zeit den Schaden in Grenzen halten, aber der Gegner blieb ab nun unerreichbar. Damit erlosch die letzte Hoffnung nach dem Pokalgewinn auch das Double zu erreichen. Strassen hingegen erfüllte sich am Ende der Saison sein Minimalziel und sicherte sich einen der drei möglichen Titel.
Eine glückliche Strassener Mannschaft konnte damit den 20. Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern.
Pure Freude bei Mateja Gajin Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Statistik
Lorentzweiler - Strassen 1:3 (20:25, 25:18, 16:25, 19:25)
Lorentzweiler: Sonnet (4), Datus (13), Zuidberg (18), Zehren (7), Fischer (17), Alagic (2), Libero: Glesener, Auswechselspieler: Pavelka, Arapi, Juttel, Kuhberg
29 Mannschaftsfehler
Strassen: Auzani (8), Braas (1), Da Luz (11), Arab (4), Gajin (21), Topalov (12), Libero: Garbo, Samuel Marinho, Auswechselspieler: Haldorsen (2), Calhoun (1), Simao Marinho (1)
19 Mannschaftsfehler
Im Überblick
Zweites Finalspiel (Best-of-three-Serie):
Lorentzweiler - Strassen 1:3 (20:25, 25:18, 16:25, 19:25)
Play-down
Fentingen - Esch 3:2 (25:15, 25:22, 22:25, 19:25, 15:8)
Echternach - Amber-Lënster 3:0 (25:18, 25:9, 25:18)
Tabelle:
1. Fentingen (19 Spiele/35:30 Sätze/32 Punkte)
2. Echternach (19/29:34/25)
3. Esch (19/11:52/7)
4. Amber-Lënster (19/4:54/3)