Volleyball
„Treten nicht an, um halbe Sachen zu machen“: Herren-Nationalteam beginnt European League
Sechs Spiele in 15 Tagen: Luxemburgs Volleyball-Nationalmannschaft steht ein intensiver Juni bevor. Am Samstagabend beginnt das Team seine European-League-Kampagne in Nordmazedonien – und trifft dabei zum Auftakt auf ein Schwergewicht.
Samuel Novais (Mitte) geht trotz der verpatzten Generalprobe mit einem positiven Gefühl in die European League Foto: Editpress/Jeff Lahr
Während die Generalprobe für die European League auf dem Papier verpatzt aussieht, zieht Samuel Novais doch positive Schlüsse aus der Mevza League, in der die luxemburgische Mannschaft kein Spiel gewinnen konnte. „Wir haben mit einigen jungen Spielern verschiedene Dinge getestet“, sagt der 26-Jährige. „Wir haben zwar kein Spiel gewonnen, aber wir haben positive Erfahrungen gemacht. Am Ende hat gegen Ungarn auch das Glück gefehlt. Trotz der Resultate gehen wir mit einem guten Gefühl in die European League.“
In der Mevza League, in der die Luxemburger Ende Mai zum ersten Mal spielten, gelang also kein Sieg. Zum Auftakt verlor man knapp gegen Österreich 2:3 und auch gegen Ungarn musste man sich im fünften Satz geschlagen geben. „Den fünften Satz im Volleyball vergleiche ich immer mit Elfmeterschießen im Fußball. Da können immer beide Teams gewinnen“, sagt Novais. Gegen Zypern und Kroatien gab es klare 0:3-Niederlagen.
Auch die anderen Teams nutzten die Mevza League als Generalprobe für die European League. Im ganzen Juni stehen für die Luxemburger sechs Begegnungen an. Den Auftakt des Turniers bilden an diesem Wochenende zwei Spiele in Nordmazedonien – am Samstag gegen die Niederlande, am Sonntag gegen die Gastgeber. Eine Woche später geht es in der Schweiz gegen die Eidgenossen und die Ungarn, zum Abschluss stehen dann zwei Heimspiele in der Coque gegen Österreich (19. Juni) und Griechenland (21. Juni) an.
Ohne Mateja Gajin
„Die Niederlande gehören in Europa zu den Top Ten“, sagt Novais. „Da müssen wir einfach realistisch bleiben – da wird es sehr schwer. Ungarn kennen wir aus der Mevza League, über die Schweiz haben wir noch nicht viele Informationen. Wir haben aber ein gutes Gefühl, wir sind gut aufgestellt.“ Fehlen wird für die Spiele allerdings Mateja Gajin. „Es wird schwieriger ohne ihn, er macht sehr viele Punkte und ist einer unserer besten Spieler. Wir haben aber auch gezeigt, dass wir gut ohne ihn klarkommen.“
Ein Highlight sind dann für Novais natürlich auch die Heimspiele in der Coque. „Wenn die Familie und Freunde zuschauen, ist es immer noch mal besonders. Wir wissen jedoch, dass es gegen Griechenland auch sehr schwer wird, sie sind eine gute Volleyball-Nation. Gegen Österreich können wir aber sicher etwas erreichen. Wir treten in dieser European League nicht an, um halbe Sachen zu machen.“
Im Überblick
Die Spiele der Luxemburger in der European League:
Samstag, 6. Juni um 19.00 Uhr: Luxemburg - Niederlande in Strumica (MKD)
Sonntag, 7. Juni um 19.00 Uhr: Nordmazedonien - Luxemburg in Strumica (MKD)
Freitag, 12. Juni um 18.30 Uhr: Luxemburg - Schweiz in Kriens (CH)
Samstag, 13. Juni um 18.30 Uhr: Ungarn - Luxemburg in Kriens (CH)
Freitag, 19. Juni um 19.30 Uhr: Österreich - Luxemburg in der Coque
Sonntag, 21. Juni um 17.30 Uhr: Luxemburg - Griechenland in der Coque
Der Kader
Gilles Braas, Max Funk, Michail Constantinou, Chris Zuidberg, Christian Galoppo, Akos Bibel, Loris Centrone, Samuel Novais, Philippe Glesener, Filip Bilan, Noah Oesch, Jérémie Feit, Ryan Matilde da Luz, Jakub Karzel
Trainer: Pompiliu Dascalu