Indoor-Saison
Ruben Querinjean läutet Testphase in der Coque ein
Am 18. Januar schaut die Leichtathletik-Elite nach Luxemburg. Ein Teil der Weltspitze trifft sich beim CMCM-Meeting, um wie gewohnt die Indoor-Saison auf einer schnellen Bahn einzuläuten. Ruben Querinjean, Cross-Läufer und Hindernis-Spezialist, startet erstmals in der Coque: Was er sich bei der Premiere erhofft und was eine gute Zeit für den Rest seiner Pläne 2026 bedeuten könnte, erzählte er bei der ersten von zwei Pressekonferenzen.
Noch bleibt dem Sportler des Jahres 2025 eine Woche Zeit, um sich auf seine Premiere vorzubereiten Foto: FLA
Ruben Querinjean kann so schnell nichts aus der Ruhe bringen. Schon gar nicht, wenn es darum geht, sich an Neues heranzuwagen. Im August 2025 hatte er noch versucht, Charles Grethen als Tempomacher über 1.500 Meter zu einer WM-Qualifikation zu verhelfen, jetzt will er dessen Indoor-Rekord über 3.000 Meter knacken: Der Universitätsweltmeister startet zum erstes Mal in seiner Karriere beim CMCM-Meeting und will testen, ob es eventuell zu einer Verlängerung seiner Indoor-Pläne kommen könnte: „Es wird eine neue Erfahrung für mich werden. Es ist jedenfalls das erste Mal, dass ich mich so seriös auf einen Indoor-Wettkampf vorbereitet habe. Wenn es gut läuft, könnte ich das in Zukunft vielleicht ausbauen.“
Ein „kritischer Moment“
Im vergangenen Januar war er als Zuschauer in der Coque dabei. „Ich freue mich auf die Stimmung“, schickte er voraus. „Und ich kenne den Rekord von Charles (Grethen). Es ist ein Ziel, aber gleichzeitig sind auch etwas Zweifel dabei, ob das wirklich realistisch ist. Wenn ich auf der letzten Runde merke, dass ich das Tempo noch mal anziehen kann, dann werde ich es tun.“ Aufgestellt hatte Grethen, der inzwischen in Hochleistungssport-Rente ist, diese nationale Bestzeit (7:43,00 Minuten) 2023 in Metz.
Eine Last hat Querinjean in diesem Winter bereits ablegen können, da er seine Masterarbeit abgeschlossen und eingereicht hat. Sein Training hat sich von den voluminösen Cross-Einheiten auf ein deutlich intensiveres Programm für die 3.000 Meter Indoor verändert: Bei einer Pace von 24 Kilometern pro Stunde „muss die Intensität gesteigert werden“. Zudem sei es gerade ein „kritischer Moment“: „Normalerweise mache ich den Übergang von Volumen auf Intensität erst zwei Monate später im Jahr. Wir werden sehen, ob es so funktioniert, wie wir es uns vorstellen. Wenn bei dieser kurzen Vorbereitungszeit etwas Gutes herausspringt, würde ich vielleicht noch andere Indoor-Rennen bestreiten und eine WM-Qualifikation anstreben. Aber ich sehe es als Test-Saison.“