WM-Qualifikation
„Rote Löwinnen“ wollen anderes Gesicht zeigen
Nach der bitteren Enttäuschung am Dienstag steht für die Luxemburger Fußballnationalmannschaft die Mission Wiedergutmachung in Budaörs auf dem Programm: Im zweiten Duell gegen Israel wollen die Spielerinnen des Duos Correia-Zirbes die Fehler abstellen. Anstoß der vierten Partie der laufenden Kampagne ist am Samstag um 18.00 Uhr.
Emma Kremer (l.) wurde am Dienstag in der Pause ausgewechselt Foto: sportspress.lu/Roland Miny
Null Tore, null Punkte und 18 Gegentreffer: Die ersten drei Auftritte in der Liga B haben gezeigt, wie groß die Niveauunterschiede im europäischen Frauenfußball sind. Die „Roten Löwinnen“ hatten sich die besten Chancen auf ein positives Ergebnis gegen Israel ausgemalt, doch schon nach 20 Minuten waren am Dienstag alle Träume geplatzt. Bei hohen Bällen lief die Verteidigung hinterher, ab der ersten Druckphase gab es nur wenige Momente der Entlastung. Zu allem Überfluss unterliefen sogar den erfahrensten Spielerinnen entscheidende Pannen.
Anlass zur Hoffnung gab immerhin die zweite Hälfte. Etwas mehr Mut, Ballbesitz und weniger individuelle Fehler hatten zur Folge, dass die Partie nach der Pause ausgeglichener war. Doch positiv sind die Gesamtstatistiken nicht: In den drei Spielen gab es nur acht Torschüsse (davon zwei platzierte und einen abgeblockten Versuch).
Nach den ereignisreichen Tagen rund um den Trainerwechsel sollte eigentlich der Sport wieder im Fokus stehen, doch die Personalsorgen häuften sich vor dem Debüt des neuen Trainerduos. Es fehlen beim Doppelvergleich gegen Israel wichtige Stammspielerinnen, besonders in der Offensive: Amy Thompson kuriert einen Ermüdungsbruch aus, Caroline Jorge zog sich kürzlich einen Kreuzbandriss zu.
Zwei Spielerinnen abgereist
Andere Spielerinnen müssen in dieser Phase der Saison wegen schulischen Verpflichtungen passen. Ana Miny und Leila Schmit sind am Mittwoch vorzeitig aus Budapest abgereist. Immerhin: Die angeschlagene Kapitänin Laura Miller konnte nachnominiert werden. Die Bundesliga-Mittelfeldspielerin dürfte am Samstag mitwirken können und mit ihrer Erfahrung für etwas Ruhe im Zentrum sorgen. Nach ihrem mehrwöchigen Ausfall ist aber nicht davon auszugehen, dass es für die Nürnbergerin auf Anhieb wieder über die volle Distanz gehen kann. Sowohl bei Amal Cherkane als auch bei Emma Kremer, den beiden Innenverteidigerin, sieht es danach aus, als würden sie am Samstag wieder fit sein.
Nach den drei heftigen Niederlagen und der Tatsache, dass im Juni mit Belgien der nächste Brocken wartet, muss die FLF-Auswahl diese Chance auf Wiedergutmachung in der Ferne nutzen. Auch das zweite Spiel gegen Israel findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit in Budaörs statt.