News zur WM 2026

Kein Visum, Laptops und eine komplizierte Anreise

Während Trainer künftig in Trinkpausen sogar Videoanalysen auf dem Laptop zeigen dürfen, kämpfen einige Teams noch mit organisatorischen Hürden. Der Schweizer Stürmer Breel Embolo wartet auf seine Einreisegenehmigung in die USA, der Iran plant einen Umweg über Spanien nach Mexiko. Und Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti bleibt trotz Neymars Verletzung optimistisch für die WM.

Carlo Ancelotti lächelnd und optimistisch während eines Fußballspiels auf der Trainerbank

Optimistisch: Carlo Ancelotti Foto: AFP

Laptops erlaubt: Die Trainer können bei den Trinkpausen während der WM-Partien den Laptop oder das Tablet auspacken. Die Richtlinien der Regelhüter des International Football Association Board (IFAB) lassen taktische Anweisungen auf „kleinen, mobilen, tragbaren Geräten“ während der dreiminütigen Unterbrechungen pro Halbzeit zu – auch wenn die „Cooling Breaks“ bei der bevorstehenden Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) eigentlich wegen der befürchteten Hitze zum medizinischen Schutz der Spieler beschlossen worden waren.

Am vergangenen Sonntag hatte US-Trainer Mauricio Pochettino während des WM-Tests gegen den Senegal (3:2) in Charlotte/North Carolina in der ersten Pause den Laptop genutzt, um seinen Profis Videoanalysen zu präsentieren. Dieses Vorgehen hatte für Aufsehen gesorgt. Nach der Begegnung gab Pochettino zu, dass er nicht wisse, ob das bei der Endrunde erlaubt sei.

Die Spieler müssen während der Trinkpausen allerdings auf dem Spielfeld bleiben. Das Laptop muss also auf den Platz.

Probleme mit Visum: Stürmer Breel Embolo ist aufgrund von Problemen mit seinem Visum vorerst nicht mit der Schweiz in die USA gereist. Wie der Schweizerische Fußballverband (SFV) am Dienstagmittag bekannt gab, brach der WM-Tross ohne den 29-Jährigen mit dem Flieger nach Los Angeles auf. Grund dafür seien Probleme mit der elektronischen Einreiseerlaubnis (ESTA). „Sein ESTA war bis heute Morgen bewilligt“, schrieb der SFV in einer Mitteilung. „Um 10.30 Uhr haben wir die Information erhalten, dass sein ESTA noch mal in Abklärung geht. Wir stehen nun in Kontakt mit den Behörden.“ Trotz der Komplikationen geht der Verband davon aus, dass der Stürmer im Laufe des Dienstags oder am Mittwoch nachreisen könne.

Über Spanien nach Mexiko: Die iranische Nationalmannschaft will inmitten der noch immer ungewissen Visa-Situation am Wochenende in Richtung ihres WM-Basislagers aufbrechen. Wie Verbandspräsident Mehdi Taj am Dienstag mitteilte, sei am Samstag ein Flug nach Spanien geplant, bevor es von dort aus weiter zum Turnier-Quartier in Tijuana nach Mexiko geht. Die Delegation werde in den kommenden Tagen „ein mexikanisches Visum erhalten, und dann wird uns schnell ein US-Visum ausgestellt“, versicherte Taj wenige Tage vor dem Start des Turniers, das ab dem 11. Juni in den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen wird. Ursprünglich hatte die Mannschaft ihr Camp in Tucson/Arizona geplant. Nun wollen die Iraner ihr WM-Quartier in Mexiko beziehen. Die drei Vorrundenspiele finden aber in den USA statt.

Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar begannen, den Iran zu bombardieren.

Ancelotti bleibt bei Neymar zuversichtlich: Brasiliens Trainer Carlo Ancelotti hat es nicht eilig, Superstar Neymar nach seiner Wadenverletzung einzusetzen. „Er macht Fortschritte, es läuft gut, wir haben keine Eile“, sagte der 66-Jährige am Dienstag, nachdem die brasilianische Nationalmannschaft in den USA eingetroffen war.

Im Rahmen des WM-Testspiels Brasiliens gegen Panama (6:2) am Montag hatte Ancelotti erklärt, dass er mit einer Rückkehr Neymars im ersten oder zweiten Gruppenspiel rechne. Der 34 Jahre alte Stürmer fehlt der Mannschaft seit vergangener Woche aufgrund einer Muskelverletzung an der Wade. Auch die Generalprobe gegen Ägypten (6. Juni) wird er verpassen.

Trotz einer weniger überzeugenden Qualifikation mit Rang fünf in der südamerikanischen Ausscheidung und des aktuell angeschlagenen Routiniers sei Brasilien bei der WM (11. Juni bis 19. Juli) eine ernstzunehmende Größe: „Wir wollen mit unseren Gegnern konkurrieren, versuchen, unser Bestes zu geben, hart zu arbeiten – jeder weiß, welche Erwartungen es an Brasilien gibt“, sagte Ancelotti: „Es gibt einige starke Teams, aber ich denke, Brasilien kann mit jedem mithalten.“

Neymars WM-Nominierung kam durchaus überraschend, da er fast drei Jahre nicht mehr für Brasilien gespielt hatte.

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