Basketball
Racing landet „Big Point“ in letzten Sekunden des Spiels
Das Play-down ist mittlerweile gleichbedeutend mit Spannung pur: In der Partie Mamer gegen Racing bewahrheitete sich diese Regel erneut. Der Racing entschied die Partie in den letzten Sekunden zu seinen Gunsten und landet somit einen „Big Point“ im Kampf um den Klassenerhalt.
Antunio Bivins steuerte 33 Punkte zum Sieg bei Foto: Editpress/Fernand Konnen
Neben dem omnipräsenten Bivins (33 Punkte, elf Rebounds und fünf Steals) entpuppte sich Johann Bouttet als „Joker“ mit zwei wichtigen Dreiern und acht Punkten im alles entscheidenden Viertel. „Ich erziele keine 30 Punkte, doch in zehn, fünfzehn Minuten kann ich dem Team das bringen, was ich heute abgeliefert habe. Basketball ist allerdings eine Mannschaftssportart. Wir haben als Team gewonnen. Dieses Mal hatte ich ein gutes Händchen, das nächste Mal ist es ein anderer Spieler“, so Bouttet, dessen Mannschaft nach dem Sieg die Tabelle anführt, mit einem Punkt Vorsprung auf die Musel Pikes. „Wie bereits vergangene Woche erwähnt, ist jedes Spiel ein Finale im Play-down. Jetzt bleiben uns noch zwei Endspiele. Wir dürfen jetzt auf keinen Fall nachlassen“, warnt Bouttet.
Dabei sah es nach 32‘ noch nicht so aus, als würde der Racing nach Spielschluss jubeln. Zu diesem Zeitpunkt führte Mamer 73:63. Die Gäste hatten aber noch nicht aufgegeben, zeigten Kampfgeist und verkürzten auf 73:69. Adrovic konterte zwar mit einem Dreier, doch ein Distanzwurf von Bouttet sollte den Gleichstand bringen (76:76, nach 37‘). Der Racing war nicht mehr zu bremsen und ein weiterer Dreier von Bouttet bedeutete eine sechs-Punkte Führung für die Gäste (79:85, bei 98 verbleibenden Sekunden). Die Entscheidung war allerdings noch nicht gefallen: Ristic versenkte einen Dreier und es stand 82:85 (noch 43‘‘). In der Folge gab es auf beiden Seiten Fehlwürfe. Drei Sekunden vor Schluss vergab Sleva zweimal von der Freiwurflinie, ehe Whitfield im Gegenzug mit zwei verwandelten Freiwürfen für das Schlussresultat sorgte.
„Machen uns das Leben schwerer als nötig“
„Wie so oft hatten wir einen guten Start, erspielten uns gleich ein komfortables Polster, doch immer wieder lassen wir den Gegner ins Spiel zurückkommen. Im Endeffekt machen wir uns das Leben schwerer als nötig“, erklärte Maid Adrovic, dessen Team mit viel Energie in die Partie ging. Nach fünf Minuten hatten sich Adrovic und Co. bereits einen 15-Punkte-Vorsprung herausgespielt (18:3). Erst nach knapp sechs Minuten gelang den Gästen der erste Korb aus dem Feld. Allerdings fanden die Hauptstädter in der Folge besser ins Spiel: Durch einen 2:15-Lauf bis zum Ende des ersten Viertels gestaltete der Racing die Partie wieder offen. Im zweiten Durchgang ging der Racing erstmals in Führung (26:28, nach 12‘). Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe (52:53, nach 25‘), ehe Mamer durch Sleva, Adrovic und Bedirhanoglu mit einem 10:0-Lauf ein Zeichen setzte (62:53). Die Partie wurde zusehends hektischer. Mamer schien die tonangebende Mannschaft zu sein, doch der Racing drehte bekanntlich die Partie.
Statistik
„T“-Bestnote: Johann Bouttet (Racing Luxemburg)
Viertel: 22:20, 23:23, 22:18, 14:26
Mamer: Sleva 28, Bedirhanoglu 20, Adrovic 18, Rocha 7, Ristic 5, Winn 4, Micelli 0, Murray 0
Racing: Bivins 33, Temple 16, Bouttet 11, Whitfield 10, Soragna 8, S. Lanners 3, Hilger 2, Loncaric 2, Keller 2
Schiedsrichter: Bleser/Pesche/De Mora Martin
Zuschauer: 120 zahlende