Handball

Starke Düdelingerinnen sichern sich den Vorteil in der Finalserie

Die Damen des HB Düdelingen haben sich in der Best-of-three-Serie gegen Käerjeng den Vorteil gesichert. Mit 24:20 gewannen sie das erste Spiel beim amtierenden Meister und bekommen nun die Chance, sich am kommenden Samstag (18.00 Uhr) vor heimischem Publikum den Titel zu sichern.

Joy Wirtz und HBD feiern möglichen Meistertitel im Heimspiel am kommenden Samstag in der Halle

Joy Wirtz und der HBD können am kommenden Samstag in eigener Halle Meister werden Foto: Editpress/Fernand Konnen

Es war wohl eines ihrer stärksten Spiele dieser Saison, das die Handballerinnen des HBD am Samstag ablieferten. Rechtzeitig zum Start der Best-of-three-Finalserie haben die Düdelingerinnen ihre Leistung abgerufen und sich einen Meisterball verschafft. „Wir hatten natürlich im Kopf, wie die letzten Spiele ausgegangen sind. Die Favoritenrolle gehört diesmal eindeutig Käerjeng, wir haben uns daher keinen Druck gemacht“, erklärte Joy Wirtz. „Wir haben einfach gezeigt, was wir können und zusammengehalten.“ Noch eine Woche zuvor hatten die Düdelingerinnen im Pokal-Halbfinale gegen die Red Boys ein ganz anderes Bild abgegeben. „Wir wissen selbst nicht, was in der Coque los war. Wir haben keine Worte für das, was wir da gezeigt haben. Umso besser, dass es heute geklappt hat“, so Wirtz.

Am kommenden Samstag bietet sich dem HBD vor heimischem Publikum nun die Chance auf den Titelgewinn. „Die Revanche für letzte Saison, wäre natürlich ein super Erfolg für uns. Wir gehen mit Hoffnung rein, müssen aber auf dem Boden bleiben, denn man weiß nie, was passiert. Wir müssen einfach versuchen, nochmal die gleiche Leistung wie heute abzurufen und von der ersten bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.“

Kämpfen mussten die Düdelingerinnen auch im ersten Spiel. Denn als sie nach einer ausgeglichenen Anfangsphase in der 26. Minute mit 8:13 in Rückstand lagen, sah es noch nicht nach dem späteren Erfolg aus. Der HBD leistete sich in dieser Phase mehrere Fehler oder scheiterte an der starken Käerjenger Torhüterin Jurcevic. Doch dann gab es plötzlich einen Rollentausch. Nach der Fünf-Tore-Führung verloren die HBK-Damen den Faden. Sie wirkten unkonzetriert, was Düdelingen nutzte, um bis zur Pause auf 11:13 zu verkürzen.

22 Paraden von Jurcevic reichen Käerjeng nicht

Zorana Jurcevic hält 22 Paraden, doch Käerjeng verliert knapp im Fußballspiel

Käerjeng verpasste trotz 22 Paraden von Zorana Jurcevic den Sieg Foto: Editpress/Fernand Konnen

Nach dem Dreh entwickelte sich dann ein zähes Spiel. Es dauerte mehr als sieben Minuten, bis Kim Wirtz den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielte. Es war der erste eines 8:2-Laufs des HBD, der das Spiel damit drehte und in der 48. Minute auf 19:15 stellte. Die Düdelingerinnen standen nun vor allem sehr stark in der Abwehr und ließen Käerjeng kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Der HBK tat sich schwer Lösungen zu finden und versuchte es oft mit der Brechstange aus dem Rückraum, was aber nur selten klappte. Mit einem lauten „Konzentration bitte“ versuchte Jurcevic ihre Vorderleute wachzurütteln, doch am Ende reichten auch 22 Paraden der Torhüterin nicht, um das Spiel noch zu drehen. Das ließ der HBD nicht mehr zu.

„Wenn Zorana im Tor mehr als 20 Paraden macht, müssen wir das Spiel eigenlich gewinnen. Hinten war es gut, vorne haben wir aber keine Lösungen gefunden, weil wir nicht konzentriert waren“, so die Analyse von Käerjengs Trainer Dan Mauruschatt nach dem Spiel. „Die Konzentration und das Engagement haben nicht gestimmt. Düdelingen hat deutlich mehr Willen gezeigt, das ist ausschlaggebend für ein solches Spiel.“ Eine Woche nach dem Pokalsieg fand Käerjeng nicht zu seinem gewohnten Rhythmus. „Natürlich ist es schwer sofort im Kopf den Schalter wieder umzulegen. Wir waren die Woche nicht richtig konzentriert im Training. Jetzt wissen wir, dass es schiefgelaufen ist und die Einstellung im Training muss geändert werden.“

Statistik

Käerjeng: Jurcevic (1-60’, 22 Paraden), Huberty - Weibel 1, Galic 2/1, Simon, Birsens, Milek 7, Zuk 3, Reiter 1, Parisot 1, Medeiros, Monteiro 2, Dascalu, Radoncic, Melchior, Kirtz 3

HBD: Hoe (1-25’, 1 P.), Fangueiro (25-60’, 9 P.), Sequeira - K. Wirtz 3, Ciufoli, Dickes 3, Jominet, Willems, Steffen, Gomes 3, Dautaj 2, Gambini 4, Krier, J. Wirtz 8/1, Borrelli, Caruso 1

Schiedsrichter: Niederprüm/Lentz

Zeitstrafen: Käerjeng 3 - HBD 0

Siebenmeter: Käerjeng 1/1 - HBD 1/3

Zwischenstände: 5’ 3:3, 10’ 5:5, 15’ 5:7, 20’ 8:7, 25’ 12:8, 30’ 13:11, 35’ 13:11, 40’ 14:13, 45’ 15:17, 50’ 16:19, 55’ 18:22

Zuschauer: 629 (offizielle Angabe)

Im Überblick

AXA League, Finale (best of three):

Spiel 1:

Käerjeng - HBD 20:24

Spiel 2, am 9. Mai:

18.00 Uhr: HBD - Käerjeng

Spiel 3, am 16. Mai (falls nötig):

18.00 Uhr: Käerjeng - HBD

Spiel um Platz 3 (best of three):

Spiel 1:

Red Boys - Museldall 34:31

Spiel 2, am 9. Mai:

Museldall - Red Boys

Spiel 3, am 16. Mai (falls nötig):

Red Boys - Museldall

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