Radsport
Pogacar in der Romandie unangefochten
Am Wochenende fanden erneut Rennen auf den europäischen Straßen mit luxemburgischer Beteiligung statt. Das Tageblatt liefert Ihnen eine Übersicht.
Tadej Pogacar gewann in der Romandie vier von fünf Etappen und die Gesamtwertung Foto: AFP/Til Buergy
Tour de Romandie (CH/2.2): Tadej Pogacar (UAE) hat – wie könnte es auch anders sein – die Tour de Romandie am Sonntag gewonnen. Am Wochenende gewann er nicht nur das fünfte und letzte Teilstück, auch am Samstag fuhr der Slowene als erster über den Zielstrich. Einzig der Deutsche Florian Lipowitz (Red Bull-Bora-hansgrohe) konnte noch ein wenig dagegenhalten. Am Samstag hatte er 14 Sekunden Rückstand, am Sonntag waren es drei.
Auf dem schwierigen Teilstück am Sonntag über 178,2 km von Lucens nach Leysin ärgerte Lipowitz den Weltmeister ein weiteres Mal. Auf dem 14,3 Kilometer langen und durchschnittlich 5,9 Prozent steilen Schlussanstieg fuhren die beiden besten Fahrer der Rundfahrt vorneweg, Lipowitz startete dabei mehrere Attacken, die allerdings verpufften. Auf den letzten Metern zog Pogacar (UAE Emirates-XRG) am Deutschen vorbei und sicherte sich bei seinem Romandie-Debüt den vierten Tagessieg. Lipowitz folgte drei Sekunden dahinter und holte zum dritten Mal Platz zwei.
„Florian attackierte zuerst, er hat einen guten Job gemacht“, lobte der Slowene seinen deutschen Verfolger: „Zum Glück konnte ich am Hinterrad bleiben. Er hat sehr früh attackiert. Es war ein harter Kampf bis zur Ziellinie.“ Im Gesamtklassement lag Lipowitz letztlich 42 Sekunden hinter Pogacar. „Ich kann stolz sein, wie die Woche lief“, sagte Lipowitz. „Er (Pogacar) war auch am Limit, denke ich.“
Bob Jungels (Ineos Grenadiers) beendete das Rennen am Samstag vorzeitig.
Lotto Famenne Adrdenne Classic (BEL/1.1): In Belgien hat Arnaud De Lie (Lotto-Intermarché) einen Heimsieg feiern dürfen. Nach 186,7 km rund um Marche-en-Famenne gewann er den Sprint vor Landsmann Jens Verbrugghe (NSN Development) und dem Italiener Matteo Moschetti (Pinarello Q36.5). Mathieu Kockelmann durfte sich also über den Sieg seines Teamkollegen freuen. Er selbst beendete das Rennen als 80., 8:44 Minuten hinter De Lie. Mats Berns (Storck-MRW Bau) beendete das Rennen vorzeitig.
Gracia (CZ/2.2): In Tschechien hat Liv Wenzel (Tirol) am Sonntag auf dem vierten Teilstück ihr bestes Ergebnis bei dem Etappenrennen herausgefahren. Als 22. fuhr sie in der gleichen Zeit wie Etappensiegerin Sofia Ungerova (MAT Atom Deweloper Wroclaw) ins Ziel. Die Rundfahrt gewann Jasmin Liechti (Nexetis) aus der Schweiz. In der Endabrechnung belegte Wenzel Platz 37 auf 5:22 Minuten.