Platz sechs bei den World Ultimate Championship
Patrizia Van der Weken bestätigt ihren Platz unter den weltbesten Sprinterinnen
Patrizia Van der Weken hat am Samstag bei der World Athletics Ultimate Championship das Finale erreicht und Rang sechs belegt. Gegen die versammelte Weltelite zeigte die Luxemburgerin, dass sie sich unter den besten Sprinterinnen etabliert hat.
Patrizia Van der Weken hat sich unter den besten Sprinterinnen der Welt etabliert Foto: FLA
Patrizia Van der Weken klatscht in die Hände und springt in die Luft vor Freude. Als am Samstag im Halbfinale der World Athletics Ultimate Championship neben ihrem Namen der vierte Platz aufleuchtet, ist klar: Sie hat sich für das Finale qualifiziert und steht unter den acht besten Sprinterinnen der Welt.
Und das in einem Feld, das es in sich hat. In Budapest waren alle Athletinnen mit Rang und Namen am Start. Neben der Luxemburgerin qualifizierten sich unter anderem auch Olympiasiegerin Julien Alfred aus St. Lucia, Weltmeisterin Melissa Jefferson-Wooden aus den USA, Europameisterin Amy Hunt aus Großbritannien und Diamond-League-Gesamtsiegerin Tina Clayton aus Jamaika für das Finale der inoffiziellen WM.
Das macht alles realistischer, wenn man über ein Olympiafinale spricht. Laut Weltrangliste waren die Besten der Besten präsent. Jetzt gehe ich mit dem sechsten Platz nach Hause, das ist formidabel.
In diesem hochkarätigen Feld war es am Ende Jefferson-Wooden, die sich in einer beeindruckenden Zeit von 10,62 Sekunden zum Ultimate-Champion küren konnte und das Siegerpreisgeld von 150.000 US-Dollar kassierte. Auf Platz zwei des Finals lief Alfred in 10,74 Sekunden, dritte wurde die ehemalige Weltmeisterin Sha‘Carri Richardson (USA) in 10,76.
Van der Weken behauptete sich in diesem Weltklasse-Feld als beste Europäerin. Mit einer Zeit von 11,06 Sekunden konnte sie sich im Vergleich zum Halbfinale noch einmal um zwei Hundertstel steigern und ließ damit Europameisterin Hunt und die Jamaikanerin Lavanya Williams hinter sich. Mit Platz sechs konnte sich die Luxemburgerin dazu ein Preisgeld von 14.000 Dollar sichern.
Größere Ziele werden greifbarer
„Es war ein supertolles Event, ich bin froh, dass ich ein Teil davon sein konnte. Vor allem, weil es ein neues Konzept ist. Alles geht viel schneller, man hat keine zweite Chance. Die Athleten sind extrem im Fokus“, blickte Van der Weken am Tag nach ihrem Auftritt auf die Ultimate Championship zurück. „Dass ich abliefern konnte, als es drauf ankam, ist top. Das zeigt, dass ich mich tatsächlich in der Weltspitze etabliert habe und da meinen Platz habe.“ Gerne wäre sie noch eine schnellere Zeit gelaufen, doch die äußeren Bedingungen mit Temperaturen um 15 Grad waren dafür nicht optimal.

Patrizia Van der Weken belegte im Finale Rang sechs Foto: FLA
Ihre Leistung dürfte sich auch in der Weltrangliste bemerkbar machen. Vor dem Wettkampf lag Van der Weken auf Platz 13, nach ihrem Auftritt in Budapest dürfte sie aller Voraussicht nach in die Top Ten vorstoßen. „Das ist sehr gut für nächstes Jahr. Damit komme ich hoffentlich ein weiteres Jahr in all die Rennen rein, wo ich will.“
Das Erreichen des Ultimate-Finals macht für sie selbst größere Ziele greifbarer. „Das macht alles realistischer, wenn man über ein Olympiafinale spricht. Laut Weltrangliste waren die Besten der Besten präsent. Jetzt gehe ich mit dem sechsten Platz nach Hause, das ist formidabel“, sagt sie. „Ich bin super froh, das ist ein super Ergebnis, um diese schwierige Saison abzurunden.“