Schwimmen

Noch Luft nach oben: So verlief Tag eins der EM

Bei den Schwimm-Europameisterschaften richtet sich der Blick bereits auf den Dienstagmorgen, wenn Ralph Daleiden und Rémi Fabiani über 100 Meter Freistil neue Bestzeiten anvisieren. Der erste Tag verlief ohne größere Höhepunkte. Das beste Ergebnis ging auf das Konto von Finn Kemp über 100 m Brust.

Finn Kemp war mit dem Auftakt seiner EM zufrieden, sagte aber später, dass noch Luft nach oben ist

Finn Kemp war mit dem Auftakt seiner EM zufrieden, sagte aber später, dass noch Luft nach oben ist Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

Der ganz große Coup blieb am Montagmorgen aus. Während Finn Kemp auf den 100 m Brust nah an seine Bestzeit herankam, haderten andere Luxemburger mit ihren Zeiten. João Carneiro, der im gleichen Vorlauf gestartet war, bekam dennoch eine gute Note von Nationaltrainer Christophe Audot. „Die Brustschwimmer geben beide Grund zur Zufriedenheit. Finn hat ein sehr sauberes Rennen absolviert. Die Leistung ist vielversprechend für die 200 Meter.“ Für ein Halbfinale hätte Kemp über eine Sekunde schneller schwimmen müssen.

Der Wettkampftag begann kurz nach 10.00 Uhr. Für Julien Henx war der Start über 50 Meter Schmetterling ein Angriff auf die COSL-Norm, die er bis Januar unterbieten muss, um weiterhin Sportsoldat bleiben zu können. Mit 24,17 Sekunden blieb er über der erhofften Zielzeit. „Es ist sicherlich ein wenig enttäuschend, andererseits ist es die schnellste Zeit seit langem am Morgen. Hier überhaupt antreten zu dürfen, war ein Gewinn. Ich kann stolz sein, nach so einer Saison hier mitkämpfen zu können.“

Ein kleiner Grund zur Freude

Eine kleine Rechnung mit sich selbst hat er in Paris beglichen und schlug vor den beiden anderen Luxemburgern Rémi Fabiani und Florian Frippiat an. „Das ist eine kleine Kirsche auf dem Kuchen, auch wenn Rémi im Laufe der Saison schneller war. „Insgesamt ist es verrückt, wie hoch das Niveau inzwischen ist, also seit die 50 Meter auf dem olympischen Programm stehen.“

Für Fabiani war das Rennen eher ein Test, der aufzeigte, dass im Bruchteil einer Sekunde beim Anschlag viel schieflaufen kann. Der schnelle Start kostete Körner und eine bessere Zeit. Die Strecke war aber ohnehin nicht diejenige, die sich der vielseitige Student angekreuzt hatte. Von den 100 Metern Freistil am Dienstag wird er sich definitiv mehr erhoffen. Dort startet er an der Seite von Ralph Daleiden, der wie Emma Barthel am Montag nicht im Einsatz war.

Auch Lou Jominet hofft, den Montag abhaken zukönnen. Audot ist zuversichtlich: „Für ihre erste Teilnahme war das Ganze sehr aufregend. Man hat ihr die Nervosität angesehen.“ Die Schwimmerin erklärte nach dem Rennen, zu lange an der langsameren Konkurrentin an ihrer Seite geblieben zu sein, weshalb sie nicht an ihre persönliche Bestzeit herankam.

Im Überblick

Schwimm-Europameisterschaften im 50-m-Becken in Paris:

Am Montag (Tag 1):

50 m Schmetterling: 53. Julien Henx 24,17 Sek., 57. Remi Fabiani 24,37, 65. Florian Frippiat 24,56

100 m Brust: 46. Finn Kemp 1:01,85 Min., 58. João Carneiro 1:02,60

800 m Freistil: 20. Lou Jominet 9:01,38 Min.

Am Dienstag (Tag 2):

100 m Freistil (ab 9.30 Uhr): Rémi Fabiani, Ralph Daleiden

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