JPEE

Neues Team, gleiche Ambitionen: Das 3×3-Damenteam will Gold verteidigen

Aus dem Gold-Quartett von 2023 ist nur noch Bridget Yoerger übrig geblieben. Dennoch wollen die 3x3-Damen auch in Andorra ganz oben auf dem Treppchen stehen. In der Vorbereitung sprang schon einmal ein Turniersieg heraus.

Mikayla Ferenz, Bridget Yoerger und Michelle Dittgen posierten bei der Teamvorstellung vergangene Woche gemeinsam mit Schiedsrichter Michail Vanglovskij, der auch in Malta schon beim 3×3 im Einsatz war

Mikayla Ferenz, Bridget Yoerger und Michelle Dittgen posierten bei der Teamvorstellung vergangene Woche gemeinsam mit Schiedsrichter Michail Vanglovskij, der auch in Malta schon beim 3×3 im Einsatz war Foto: Editpress/Julien Garroy

Es war eine mehr als gelungene Premiere für die 3x3-Damen vor zwei Jahren in Malta. Mit Kampfgeist und Leidenschaft überzeugte das routinierte Team um Nadia Mossong und Bridget Yoerger beim JPEE-Debüt der Trenddisziplin und gewann eine viel umjubelte Goldmedaille. Tolle Erinnerungen, an die auch 3x3-Coach Vincent Gevrey noch immer gerne zurückdenkt. „Es war schon ein Dream-Team, mit dem wir in Malta angetreten sind und das die Tür für vieles geöffnet hat. Die erste Etappe eines unvergessenen Sommers.“ Denn gerade einmal zwei Wochen später qualifizierte sich das Quartett sogar für die EM-Endrunde, eine weitere große Premiere für das luxemburgische 3x3.

Zwei Jahre später hat sich nun jedoch so einiges geändert, womit Bridget Yoerger die einzig verbliebene Spielerin der damaligen „Golden Girls“ ist. In Andorra wird man dieses Mal so mit einer Mischung aus Luxemburgerinnen und ehemaligen Profispielerinnen antreten. „Bridget noch einmal dabei haben zu können, ist dabei ein großes Plus“, freut sich der Trainer. „Ihre Erfahrung und Führungsqualitäten sind essenziell für die Gruppe. Das Alter ist eine Sache, aber man hat in der abgelaufenen Saison gesehen, dass sie eine richtige Wettkämpferin ist.“ Mit Mikayla Ferenz steht dieses Mal zudem eine weitere gebürtige US-Amerikanerin im Kader, die mittlerweile den luxemburgischen Pass besitzt. „Wichtig sind ihre Qualitäten in der Offensive, ihr Spiel mit dem Ball, aber auch ihre Fähigkeit, schnell und von weit weg aufzuwerfen.“ Michelle Dittgen, die ihrerseits seit einigen Jahren regelmäßig im Kader dabei ist, bezeichnet Gevrey derweil als „Chef d’orchestre“, während Liz Irthum, die in der abgelaufenen Saison in Österreich gleich drei Titel gewann, mit ihrer Physis und ihrem Kampfgeist Freiräume für Yoerger und Ferenz schaffen soll.  

Viele Qualitäten

Dass mit diesem Quartett auch in Andorra etwas machbar ist, dessen ist sich der Coach sicher. „Das Team ist zwar jünger und etwas unerfahren, ergänzt sich aber gut und hat viele Qualitäten, die es auszuspielen gilt. Wir müssen ein Gleichgewicht zwischen den Neuen und ihrer Anpassung ans Spiel finden. Wenn uns das gelingt, werden wir schwer zu schlagen sein.“ Dies zeigte das Quartett so am Wochenende schon bei einem Testturnier in Amsterdam, das es gegen Teams aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland gewann.

Das Ziel für Andorra lautet dann auch ganz klar Titelverteidigung, wie Gevrey weiter meint. „Mit etwas anderem werden wir uns nicht zufrieden geben.“ Dabei gilt es neben Zypern auch auf Gastgeber Andorra und Malta zu achten, das in diesem Jahr kein traditionelles Basketballteam im Wettbewerb hat und somit durchaus Spielerinen aus diesem für das 3x3 gewinnen könnte.

Mit Bridget Yoerger steht zwar nur noch eine Gold-Gewinnerin von Malta im Kader, doch Nadia Mossong wird das Team als Betreuerin begleiten

Und so hofft Gevrey, dass die JPEE einmal mehr eine gute Werbung für diese in Luxemburg noch junge Disziplin sein werden. Denn im Aufbau befindet sich das 3x3 hierzulande immer noch. „Die Neugier ist da, doch man braucht einfach auch Strukturen, die sich zeigen, Spielfelder. Wir sind dabei, Schritt für Schritt eine Strategie aufzubauen, das 3x3 im Horizont des klassischen 5x5 aufzubauen.“ Die JPEE sind in diesem Zusammenhang für ihn dann auch eine tolle Vitrine. „Wir sind stolz, ein weiteres Mal dabei sein zu können, und wollen auch in Zukunft unseren Platz bei den JPEE behalten.“ 

Ein Herrenteam hat die Kritierien für die JPEE hingegen nicht erfüllt. „Das ist die Wahrheit des Momentes, wir müssen hier einfach mehr Stabilität in die Resultate und den Leistungen hineinkriegen. Hier haben wir noch Arbeit vor uns, einen stabileren und auch etwas jüngeren Kader zusammenzubekommen.“

Basketball 3x3 (4 Athleten)

Damen: Michelle Dittgen, Mikayla Ferenz, Liz Irthum, Bridget Yoerger
Betreuer: Nadia Mossong, Vincent Gevrey, Tessy Hetting

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Futsal-Pokalfinale

Differdingen – wer auch sonst?!

Basketball

Optimismus auf beiden Seiten: Steinsel schlägt Esch knapp