Radsport
Nächstes Slowenen-Wunderkind: Omrzel siegt wie einst Pogacar, Kluckers steigt aus
Trotz des Ausscheidens von Tadej Pogacar haben die slowenischen Radsport-Fans bei der Vuelta weiterhin Grund zum Jubeln: Am Donnerstag gewann Jakob Omrzel die zwölfte Etappe.
Jakob Omrzel aus Slowenien gewann die Vuelta-Etappe am Donnerstag Foto: AFP/Jose Jordan
In der Manier seines verletzt ausgeschiedenen Vorbilds Tadej Pogacar hat das slowenische Radsport-Talent Jakob Omrzel bei der Spanien-Rundfahrt einen rauschenden Sieg bei der schweren Bergankunft auf dem 2.168 m hohen Calar Alto gefeiert. Der erst 20 Jahre alte Omrzel triumphierte am Donnerstag nach einem fulminanten Solo mit großem Vorsprung. Der Spanier Enric Mas hängte unterdessen seine Rivalen im Kampf um den Gesamtsieg ab und baute seinen Vorsprung aus.
„Ich habe mich supergut gefühlt und hatte einfach Spaß“, sagte Omrzel und klang dabei fast wie der große „Pogi“. Wie Landsmann Pogacar bei der Vuelta 2019 wurde auch Omrzel als 20-Jähriger erstmals Etappensieger einer großen Rundfahrt – Omrzel war nun sogar ein paar Tage jünger. Im Ziel nach 166,6 km und 4.475 Höhenmetern lag das Supertalent vom Team Bahrain Victorious als stärkster Fahrer einer großen Ausreißergruppe 1:56 Minuten vor dem Spanier Urko Berrade. Mit dem Vuelta-Gesamtsieg hat Omrzel wohl (noch) nichts zu tun.