Damenvolleyball
Mamer gewinnt erstes Finale, Gym verpasst seine Chance
Die Damen aus Mamer haben das erste Finale der Volleyball-Meisterschaft mit 3:2 gewonnen. Die Gym verpasste die große Chance, auswärts zu gewinnen und steht nun nächsten Samstag unter Druck.
Anne Neu und Mamer haben Spiel eins gewonnen Foto: Editpress/Gerry Schmit
Man hatte sich seit vier Wochen darauf gefreut: Nach dieser langen Pause ging die diesjährige Meisterschaft in die alles entscheidende Phase. Das erste Finalspiel der Damen – das Finale wird im Best-of-three-Modus ausgetragen – fand am späten Samstagnachmittag in Mamer statt, da Mamer die reguläre Saison auf dem ersten Platz abgeschlossen hatte. Und mit viel Mühe sollte es am Ende auch zum Sieg reichen.
Mamer, so waren sich die beiden Kapitäninnen einig, ging als Favorit ins Rennen. Aber diese Rolle sah man bei Mamer nur bei einigen kurzen Passagen. Ansonsten gefiel die Gym viel besser. Doch am Ende stand sie sich wohl selbst im Wege. Schon sehr überraschend hatte der Mamer Trainer Ivo Iliev die langzeitverletzte Alyssa Ballenger aufgeboten. Ob er damit die Gym nur zum Grübeln bringen wollte, ist nicht belegt. Aber Ballenger sollte schlussendlich nur beim Aufschlag eingesetzt werden. Mit Ekaterina Dimitrova präsentierte man allerdings eine neue Mittelblockerin, die auch in der Startformation stand. Paula Verardo rutschte damit in die Diagonale.
Mamer gewinnt Satz eins knapp
Beim Gegner Gym hatte Fabio Aiuto Lara Picht, die aufgrund einer Schulterverletzung lange Zeit als Libero angetreten war, wieder in den Angriff zitiert. Die ersten beiden Punkte waren für die Heimmannschaft, doch Bonneweg fing sich schnell und übernahm die Führung. Bei 10:13 nahm Iliev eine Auszeit. Der Gegner störte sich nur wenig daran und zog einfach weiterhin sein Spiel durch. Zweite Auszeit von Mamer bei 13:18. Dann kam Ballenger für Koos beim Aufschlag. Diese brachte mit drei Assen ihr Team wieder ins Spiel. Auszeit Gym. Mamer setzte nach und war bei 23:23 wieder dran. Beide Teams hatten die Möglichkeit, den Sack zuzumachen, aber erst der vierte Satzball, diesmal für Mamer, saß. Gym hatte den Satz leichtfertig abgegeben, als man am Ende nicht mehr als Mannschaft agierte.
Im zweiten Satz wechselte Aiuto Ganna Magerova für Cindy Schneider ein, Iliev vertraute weiterhin seiner Anfangsformation. Diesmal waren die ersten Punkte für den Gast. Bei 0:5 wechselte Mamer die Zuspielerin: Lindsay Dowd kam für Julie Teso und Iliev ließ auch gleich eine Auszeit folgen. Es lief zu diesem Zeitpunkt einfach gar nichts im Mamer Spiel. Erst bei 0:10 verbuchte Mamer seine ersten Punkte. Bei 5:13 kam Ballenger wieder zum Aufschlag, aber diesmal war die Gym vorgewarnt und ließ keinen Punkt zu. Obwohl Bonneweg es nun etwas langsamer angehen ließ, standen am Ende zehn Satzbälle zur Verfügung, um den Satz abzuschließen. Schon der erste brachte das 25:14 und damit stand es 1:1.
Gym fehlt das Glück
Der dritte Satz verlief einige Zeit auf Augenhöhe, ehe der Gym ein Mini-Break gelang (9:7). Auszeit Mamer. Die Mannschaft zeigte allerdings keine Reaktion. Bei 7:11 kam Teso für Dowd. Die eingewechselte Ina Sitar brachte ihr Team mit drei Assen wieder heran (16:16). In der Money-Time war das Spiel sehr eng. Mamer profitierte nun von den Fehlern des Gegners, brauchte aber trotzdem vier Satzbälle, um sich durchzusetzen.
Der vierte Satz verlief am Anfang wie sein Vorgänger, kein Team konnte sich absetzen, bis zum 12:10 für die Gym. Auszeit Mamer. Doch der Anschluss sollte nicht gelingen. Bei 19:15 kam Dowd wieder ins Zuspiel. Aber auch mit ihr sollte Mamer kein weiterer Punkt mehr gelingen. Das Tiebreak musste wieder einmal herhalten, um einen Sieger zu finden. Bonneweg hatte zwar den besseren Start, musste allerdings Mamer noch vor dem Seitenwechsel vorbeilassen. Der Vorsprung wurde stetig ausgebaut, sodass man bei 14:9 gleich fünf Satzbälle hatte. Und fast hätte dies nicht genügt, denn Gym kam noch einmal auf 13:14 heran. Dann fehlte wohl das letzte Quäntchen Glück, um den Sieg doch noch zu erringen. 3:2 stand es am Ende für den Gastgeber. Die Gym hatte verpasst, den Sack schon viel früher zuzumachen. Doch das ist erst die Hälfte der Miete für Mamer. Ein weiterer Sieg muss her, um den Titel zu erreichen und die Gym hat am Samstag gezeigt, dass man in der Lage ist, selbst die Meisterschaft zu gewinnen.
Im Überblick
Erstes Finalspiel der Damen (best-of-three-Serie):
Mamer - Gym 3:2 (27:25, 14:25, 27:25, 15:25, 15:13)
Spiel um Platz 3
Steinfort - Walferdingen 3:0 (25:21, 25:21, 25:19)
Play-down
Esch - Echternach 1:3 (13:25, 18:25, 25:22, 18:25)
Fentingen - Bartringen 0:3 (13:25, 16:25, 11:25)
Tabelle
1. Esch (4 Spiele/7:6 Sätze/25 Punkte)
2. Bartringen (4/9:1/24)
3. Echternach (4/9:8/10)
4. Fentingen (4/2:12/3)
Statistik
Mamer - Gym 3:2 (27:25, 14:25, 27:25, 15:25, 15:13)
Mamer: Koos (5), Amyot (15), Cubonova (23), Verardo (9), Teso (4), Dimitrova (9); Libero: Neu; Auswechselspielerinnen: Ballenger (3), Dowd (1), Sitar Hafner (4), Serwin; 32 Mannschaftsfehler
Gym: Fraser (25), Schaus (14), Schubert (4), Schneider, Diaz (14), Picht (19); Libero: Kauka; Auswechselspielerinnen: Tutucci, Ruellan; 34 Mannschaftsfehler