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Kockelmann schlägt Groenewegen im Fotofinish und feiert zweiten Profisieg

Mathieu Kockelmann hat die zweite Etappe der Etoile de Bessèges - Tour du Gard (F/2.1) gewonnen. Wie schon bei seinem Etappensieg bei der Tour de Luxembourg 2025 im Trikot der Nationalmannschaft bewies der 22-Jährige, der seit Saisonbeginn als Profi für das belgische Team Lotto–Intermarché fährt, erneut seine herausragende Endschnelligkeit.

Mathieu Kockelmann jubelt begeistert nach seinem zweiten Profisieg im Motorsportrennen

Mathieu Kockelmann feiert seinen zweiten Profisieg Foto: Editpress/Luis Mangorrinha

„Ich habe mich selbst überrascht.“ Das waren die ersten Worte von Mathieu Kockelmann, nachdem am Donnerstag feststand, dass er mit seinem Vorderreifen um Haaresbreite als Erster, vor Sprinterstar Dylan Groenewegen (Unibet Rose Rockets), die Ziellinie überquert hatte. Platz drei ging an den italienischen Sprinter Matteo Moschetti (Pinarelli Q36,5 Pro Cycling).

„Eigentlich war es nicht vorgesehen, dass ich um den Sieg fahre“, erklärte der 22-Jährige strahlend. „Ich sollte den Sprint für Matys Grisel einleiten, wie wir es vor dem Rennen besprochen hatten. Ich kam an die Spitze, startete meinen Sprint und erwartete, dass er mich auf den letzten zehn Metern überholen würde. Ich habe nie zurückgeschaut und bin einfach weitergefahren ... bis mir klar wurde, dass ich als Erster die Ziellinie überquert hatte (lacht). Zum Glück hatte ich den Reflex, das Rad über die Ziellinie zu werfen, wodurch ich Groenewegen noch überholen konnte. Ich bin sprachlos.“ Grisel hatte er im Sprint-Chaos unter strömendem Regen aus den Augen verloren. „Ich habe gewonnen, aber es ist vor allem ein Sieg der ganzen Mannschaft, ganz klar. Es hat den ganzen Tag geregnet, alle haben mit großem Mut gekämpft. Diese Anstrengung mit dem ersten Sieg dieses neuen Teams zu krönen, ist wirklich großartig“, so Kockelmann.

Nach dem zweiten Platz von Steffen De Schuyteneer beim Grand Prix La Marseillaise Anfang dieser Woche hat der Erfolg eine besondere Bedeutung für den Neo-Profi von Intermarché-Lotto. „In diesem Team läuft wirklich alles sehr gut, das habe ich schon am vergangenen Wochenende gespürt. Wenn man so ein Gefühl hat, muss man einfach abwarten. Man weiß, dass der Moment kommen wird. Und jetzt ist er da! Wir belegen derzeit den vierten und fünften Platz in der Gesamtwertung und werden nun versuchen, diese Plätze zu verteidigen.“

Berton steigt in die Saison ein

Auf der dritten Etappe sind am Freitag 162,3 anspruchsvolle Kilometer rund um Bessèges zu bewältigen. Diese nimmt Kockelmann als Gesamt-Vierter, zehn Sekunden hinter dem Führenden Tom Crabbe (Flanders-Baloise) aus Belgien, in Angriff.

Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma), der den Großteil der ersten Etappe der Volta Comunitat Valenciana (SP/2.Pro) in der Fluchtgruppe verbracht hatte, musste am Donnerstag seinen Anstrengungen Tribut zollen. Beim Einzelzeitfahren über 17 Kilometer gab es den erwarteten Erfolg für den Belgier Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe) vor seinem russischen Teamkollegen Aleksandr Vlasov. Wenzel war knapp sechs Minuten langsamer unterwegs als der Topfavorit auf den Gesamtsieg und belegte damit Rang 116. Hauptschwierigkeit des dritten Streckenabschnitts über 158 km ist ein Anstieg der zweiten Kategorie im letzten Drittel der Etappe.

Nina Berton (EF Education-Oatley) hat derweil ihre ersten Rennkilometer dieser Saison bei der UAE Tour (2.WWT) bestritten. Nach 111 km gab es den erwarteten Sprintsieg der Niederländerin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime). Berton kam als 114. ins Ziel, mit einem Rückstand von 3:16 auf die Tagessiegerin. Am Freitag stehen die nächsten 121 flachen Kilometer auf dem Programm.

Am Mittwochabend ist die Bahn-EM aus FSCL-Sicht mit zwei Einsätzen von Gwen Nothum zu Ende gegangen. In der Einzelverfolgung der Damen belegte die 19-Jährige in der Qualifikation Platz 15 unter 20 Konkurrentinnen und wurde dabei Zeugin eines neuen Weltrekordes durch die Britin Josie Knight, die mit dem erstaunlichen Durchschnitt von 55,5 km/h unterwegs war. Zum Abschluss überzeugte Nothum beim Punkterennen, das von der Belgierin Lotte Kopecky gewonnen wurde, mit Rang 12 unter 22 Starterinnen.

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