Basketball

Für den T71 Düdelingen ist es an der Zeit für einen neuen Titel

Zum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren steht der T71 am Samstag im Endspiel der Coupe des Dames und würde nach zwei Jahren Pause zu gerne wieder die Trophäe in den Händen halten. Dabei ist die rezente Pokalhistorie der Düdelingerinnen durchaus interessant.

Catherine Mreches mit T71 im Pokalfinale – drittes Finale in fünf Jahren, Team im Jubelkleid auf dem Spielfeld

Catherine Mreches und der T71 stehen zum dritten Mal binnen fünf Jahren in einem Pokalfinale Foto: Editpress/Fernand Konnen

Das Liebesverhältnis der Düdelingerinnen zum Pokal scheint etwas komplizierter zu sein. 2022 gab es für den damaligen Favoriten eine überraschende Finalniederlage gegen Walferdingen, ein Jahr später scheiterte das Team aus der „Forge du Sud“ nach dem ominösen Halbfinale gegen Hostert am grünen Tisch.

Den bisherigen Höhepunkt erlebte die goldene T71-Generation im Jahr 2024, als sie den bis dahin ungeschlagenen Favoriten Gréngewald besiegen und endlich den begehrten Cup entgegennehmen konnte. Die letzte Saison war dann erneut schwieriger. Mit einem aufgrund zahlreicher Verletzungen dezimierten Kader verlor Düdelingen recht deutlich im Halbfinale gegen Bartringen.

Kapitänin Catherine Mreches, die nach einer fast zweijährigen Leidenszeit wieder ins Team zurückgekehrt ist, teilt diese Sichtweise aber nicht. „Es bringt nichts, in die Vergangenheit zu schauen. Das tun wir eigentlich nie. Die Teams ändern sich und die Spielerinnen wechseln. Ein solcher Vergleich bringt rein gar nichts“, so die gelernte Sportpsychologin. „Wir konzentrieren uns auf unser Team und möchten mit dem Elan ins Finale starten, den wir vor Beginn der Saison aufgebaut haben.“

Weckruf zur richtigen Zeit

Diesen Elan gilt es nun schnell wieder zu entdecken, denn am vergangenen Samstag gab es einen überraschenden, nicht eingeplanten Rückschlag. Der Basket Esch hatte viel Willen an den Tag gelegt, am Ende eine gute Trefferquote und sorgte eine Woche vor dem Endspiel so für die erste Saisonniederlage des T71. Aber dies erklärt nicht alles. „Wir sind in ein Loch gefallen und haben nicht mehr herausgefunden. Konditionell stimmte es auch nicht. So etwas darf uns nicht passieren“, so die Nationalspielerin.

Vielleicht kam dieser Weckruf zur richtigen Zeit. „Ein Ausrutscher kann immer passieren“, so Mreches. „Aber in der Coque müssen wir wachsam sein.“

Die Düdelinger Spielmacherin hatte bereits kurz nach der ersten Saisonniederlage ihren Plan, wie die Trainingswoche bis zum Endspiel aussehen sollte. „Wir müssen laufen. Man hat gesehen, dass wir in der zweiten Halbzeit unter einem Energiemangel litten. Wir sind nur noch gejoggt, anstatt aufs Gaspedal zu drücken und zu sprinten. Denn dies ist unser eigentliches Spiel.“

Positive Enwicklung

Die eigene Schwachstelle ist also ausgemacht. Keine allzu großen Sorgen macht sich die Nationalspielerin wegen des Comebacks von Bridget Yoerger aufseiten der Sparta, dem Gegner am Samstag. „Ihr Mitwirken ändert nichts an unserer Taktik. Sie haben vielleicht jetzt mehr Größe, aber ihr Spiel wird etwas langsamer. Dies müssen wir nutzen und schneller agieren.“

Nach dem fast perfekten Saisonverlauf möchte sich Düdelingen nun mit dem ersten Saisontitel belohnen. „Wir befinden uns in einer positiven Entwicklung und jetzt wäre es Zeit für einen neuen Titel.“

Wir konzentrieren uns auf unser Team und möchten mit dem Elan ins Finale starten, den wir vor Beginn der Saison aufgebaut haben.

Catherine Mreches

Kapitänin

Wie kein anderes Team besitzt der T71 einen breiten Kader. Düdelingen hat die Verletzungen der Stammspielerinnen in der letzten Spielzeit genutzt, um seine Nachwuchstalente einzubauen. Ein großes Lob von der erfahrenen Kapitänin gibt es für die Cadettes. „Wir sind froh, dass wir sie haben. Sie geben immer 100 Prozent, wenn sie auf dem Parkett sind. Sie sind unsere Energiequelle und bringen immer eine neue Dynamik in unser Spiel, wenn wir etwas nachlassen. Leider hat uns dieses Plus am Samstag gefehlt.“

Bei der Niederlage gegen den Basket Esch mangelte es sichtlich an den nötigen Rotationen. Wenn Düdelingen diese einzelnen Fehlerquellen abstellen kann, wird es sicherlich schwierig, einen weiteren Titel des T71 zu verhindern.

Catherine Mreches (Nr. 11) feiert 2024 ihren ersten und einzigen Pokalsieg im Fußballspiel

2024 feierte Catherine Mreches (Nr. 11) ihren bisher einzigen Pokalsieg Foto: Ediptress/Jerry Gerard

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