Triathlon
Jeanne Lehair kämpfte mit den Tränen: „Der Coach sagte mir bereits, dass ich nichts falsch gemacht habe“
Als man Jeanne Lehair am Mittwoch weinend auf den Champs-Elysées im TV erblickte, musste man mit dem Schlimmsten rechnen – und genau das machte es so bitter für die Triathletin: Es war kein Sturz auf den schmierigen Pflastersteinen der berühmtesten Allee in Paris, sondern eine mechanische Panne, die ihren ersten Olympia-Traum nach 45 Minuten platzen ließ. Die Analyse einer 28-Jährigen, der zwischen Tränen und Frust nicht anders übrig blieb, als schon nach Los Angeles zu blicken.
Zwei Runden drehte Jeanne Lehair auf ihrem nagelneuen Rad, dann verhedderte sich der Gummizug ihres Schuhs in der Gangschaltung Foto: Editpress/Luis Mangorrinha
Es waren bange Minuten der Ungewissheit, die vergingen, bevor Missionschef Raymond Conzemius zumindest eine Art der Entwarnung an die Presse weitergeben konnte: Jeanne Lehair musste nicht wie zunächst angenommen ins „Medical Center“ transportiert werden, sondern befand sich bereits zu Fuß zurück auf dem Weg in den „Parc fermé“. Da war es schon über 20 Minuten her, dass man die weinende Luxemburgerin am Straßenrand gesehen hatte.