Ultracycling
Einmal durch Europa: „Dizzys“ ultimative Herausforderung als Geburtstagsgeschenk
Extrem-Radsportler Ralph „Dizzy“ Diseviscourt geht ab dem Wochenende eine Herausforderung an: Beim NorthCape-Tarifa-Rennen fährt er vom Nordkap, dem nördlichsten auf dem Straßenweg erreichbaren Punkt Europas, bis ins südspanische Tarifa – und verbringt dabei sogar seinen 50. Geburtstag im Sattel.
Ralph Diseviscourt muss beim NorthCape-Tarifa-Rennen auch über die Alpen Foto: privat
Ralph „Dizzy“ Diseviscourt legt pro Jahr rund 40.000 Kilometer auf seinem Rennrad zurück, also doppelt so viel wie ein Mensch durchschnittlich mit dem Auto. Damit legt der Athlet aus Nocher die Basis für die Teilnahme an den weltweit härtesten Ultracycling-Rennen. Seine Leidenschaft für den Extremsport wurde im Jahr 2011, bei seiner ersten Teilnahme am „Tour du Mont Blanc“ entfacht. Nach seinem Premierensieg sollten viele weitere folgen. In den Jahren 2016 und 2018 belegte der hauptberufliche Banker den vierten und den zweiten Platz bei der legendären „Race across America“ (RAAM). Zehn Jahre nach diesem Abenteuerritt über knapp 5000 km von der Ost- zur Westküste, setzt der 24-Stunden-Weltrekordler jetzt noch eins drauf und nimmt die „NorthCape-Tarifa“ (NCTA) in Angriff.
Los geht es in der Nacht von Freitag auf Samstag um 00:01 Uhr in Norwegen. Start ist am Nordkap neben dem Globus, dem Wahrzeichen des nördlichsten auf dem Straßenweg erreichbaren Punktes Europas. Das Ziel befindet sich in der spanischen Kleinstadt Tarifa, in der andalusischen Provinz Cádiz. Das ist der südlichste Ort des europäischen Festlandes, nur 14 km vom afrikanischen Kontinent entfernt. „Dizzy“ hat also 7.460 km und insgesamt 80.000 Höhenmeter zu absolvieren – oder, anders ausgedrückt, 15 Länder und sechs Klimazonen.