Parasport
Ashish Ramsurrup: Vom südafrikanischen Talent zum Luxemburger Hoffnungsträger
Vom südafrikanischen Nachwuchstalent zum Athleten mit neuem Ziel unter Luxemburger Flagge. Nach Rückschlägen arbeitet Ashish Ramsurrup heute daran, seinen Paralympics-Traum in neuer Form Wirklichkeit werden zu lassen. Sein Werdegang zwischen Cricket, Leichtathletik und persönlichem Neubeginn zeugt von Ehrgeiz, Identität und innerer Kraft.
Ashish Ramsurrup hätte 2012 fast den Sprung zu den Paralympics in London geschafft Foto: Editpress/Alain Rischard
Der gebürtige Südafrikaner Ashish Ramsurrup wuchs in einer sportbegeisterten Familie auf. Trotz einer angeborenen Phokomelie und ohne linken Arm definierte er sich nie über ein vermeintliches Defizit. Früh wurde ihm vermittelt, dass Grenzen im Kopf entstehen – ein Gedanke, der ihn bis heute prägt. „Mein Vater hat mich immer ermutigt, das zu tun, was ich wollte, und mich einzubringen.“
Gemeinsam mit seinem Bruder entdeckte er früh seine Vorliebe für Cricket. Schon als Kind konnte er sich vorstellen, eines Tages auf hohem Niveau zu spielen. Er besuchte eine Regelschule und nahm dieses Umfeld als selbstverständlich wahr. Erst später erfuhr er, wie sehr sein Vater darum kämpfen musste, dass ihm dieser inklusive Weg offenstand. Ramsurrup wuchs nicht mit dem Gefühl auf, ausgesondert zu sein, sondern mit dem Anspruch, dazuzugehören. Sport war für ihn eine selbstverständliche Ausdrucksform. „Ich habe immer mein Bestes gegeben. Aber mir war klar, dass andere erst überzeugt werden mussten und ich ihnen beweisen musste, dass ich besser bin als sie.“