Boxen

„Ich will Dich!“: Comebacker Fury fordert Joshua zur „Battle of Britain“

Tyson Fury feiert eine gelungene Rückkehr – auf dem Weg zurück auf den Schwergewichts-Thron will er sich nun Anthony Joshua vorknöpfen.

Tyson Fury nach Sieg gegen Arslanbek Machmudow mit Blick auf zukünftige Box-Challenges und Weltmeistertitel

Tyson Fury gewann gegen Arslanbek Machmudow, dachte aber schon direkt an größere Ziele Foto: AFP/Henry Nicholls

Tyson Fury war maximal auf Krawall gebürstet. Wild fuchtelte er mit dem Zeigefinger in Richtung des Mannes, der lässig in der ersten Reihe auf einem Stuhl lehnte, in sein Mikrofon brüllte Fury inmitten der tosenden Londoner Arena: „Ich will Dich, AJ, Anthony Joshua! Lasst uns den Fans geben, was sie wollen - die Battle of Britain!“

Der angesprochene Joshua ließ das Geschrei tiefenentspannt an sich abprallen, dann sagte er cool: „Du sagst mir nicht, was ich tue. Ich bin der Landlord, erinnere Dich daran.“ Soeben erst hatte Fury 476 Tage nach seinem bis dato letzten Profikampf ein erfolgreiches Comeback im Ring hingelegt - kurz darauf ließ er schon wieder eifrig die Giftpfeile fliegen.

Und wenngleich sich Joshua zurückhaltend gab - auf der Plattform X verkündete der übertragende Streaming-Riese Netflix, dass der Fight zwischen den beiden Briten fix sei und im Herbst stattfinde. Tatsächlich könnte ein Duell mit Joshua für Fury nach seinem Punktsieg im Tottenham Stadium gegen den Russen Arslanbek Machmudow am Samstag der nächste logische Schritt sein auf dem angepeilten Weg zurück auf den Schwergewichtsthron.

Usyk als Zwischenetappe?

Angesichts Furys WM-Ziels wird langfristig auch über einen dritten Kampf gegen Dreifach-Weltmeister Alexander Usyk spekuliert, Joshua, gegen den er noch nie gekämpft hat, wäre quasi eine Zwischenetappe. Gegen Usyk hatte Fury die einzigen beiden Niederlagen seiner Karriere kassiert, sein Sieg am Samstag war der 35. Erfolg in seinem 38. Fight (ein Remis). Die Urteile der Punkterichter zugunsten des Briten fielen dabei deutlich aus, nach zwölf Runden stand eine Wertung von zweimal 120:108 und einmal 119:109.

„Ich habe zwölf Runden gegen einen starken Gegner, einen K.o.-Spezialisten, hinter mich gebracht“, sagte Fury, „das ist besser als ein Ein-Runden-Kampf gegen eine Niete.“ Der 37-Jährige, der 2015 Wladimir Klitschko entthront hatte, tat sich dabei anfangs schwer, diktierte den Kampf dann aber, ohne restlos zu überzeugen.

Im Mai 2024 hatte Fury den Vereinigungskampf um die unumstrittene Schwergewichtskrone gegen Usyk verloren und war auch im Rückkampf im Dezember unterlegen gewesen. Danach war der frühere Weltmeister zum wiederholten Male zurückgetreten. Nach seiner gelungenen Rückkehr will er es nun erneut mit den ganz Großen aufnehmen.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren

Handball

HBD-Damen ezwingen Entscheidungsspiel

Enovos League Damen

Contern mit Mentalität zum Auswärts-Coup gegen die Sparta

Enovos League

Emotionale Düdelinger schocken favorisierte Arantia