Radsport
Hotel ohne Klimaanlage: Pogacar mit Problem bei der Tour
Rad-Star Pogacar äußert sich zuletzt häufig zu den Wetterbedingungen bei der Tour. Der slowenische Ausnahmefahrer hat es mit einem Hitzeproblem im Hotel zu tun bekommen. Aber es gibt Lösungen.
Wie viele andere Radsportler kämpft Tadej Pogacar mit der Hitze Foto: AFP/Loic Venance
Radsport-Star Tadej Pogacar hat zuletzt eine Nacht in einem Hotel verbracht, das nicht für Stars gemacht ist. Der Weltmeister und viermalige Tour-de-France-Champion musste mit seinem Team in der Nacht vor dem Ruhetag im französischen Zentralmassiv mit einer Unterkunft auskommen, die keine Klimaanlage hat. Es ist ein altes Hotel ohne Klimaanlage, bestätigte ein Team-Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
Allerdings sei das Problem durch eigens mitgebrachte mobile Klimaanlagen und spezielle Bettauflagen für die Radprofis gelöst worden. Die Mannschaft um Pogacar und den deutschen Profi Nils Politt nutzt Unterlagen, die laut Webseite des Herstellers durch einen Wasserkreislauf die Liegefläche kühlen oder aufheizen können. Die Hotels für die Mannschaften werden von der Tour-Organisation ASO ausgewählt.
Hitzewelle in Frankreich
In der Mitte Frankreichs grassiert eine Hitzewelle. Teilweise werden im Zentralmassiv an die 40 Grad erreicht. Am Sonntag wurde die neunte Etappe vor dem ersten Ruhetag der 113. Frankreich-Rundfahrt zum ersten Mal in der Tour-Historie wegen der Hitze verkürzt.
Pogacar, der aktuelle Tour-Gesamtführende, äußerte sich zuletzt häufiger zur Hitze. In der Debatte um den Umgang der Tour-Organisatoren mit den heftigen Bedingungen äußerte der Slowene eine Idee. „Wenn ich die Macht hätte, würde ich den gesamten Kalender umstellen und im Juli und August nicht an heißen Orten fahren“, sagte er nach der neunten Etappe, wie mehrere Medien berichteten. „Ich würde einen völlig anderen Kalender aufstellen, aber das liegt nicht in meiner Macht.“