Basketball

Historischer Triumph: Sparta-Damen holen nach 37 Jahren wieder den Pokal

Bartringen schafft die Sensation: Am Samstag schlug die Sparta im Finale der Coupe des Dames den großen Favoriten Düdelingen mit 64:61 und darf damit nach 37 langen Jahren wieder den Pokal feiern.

Sparta Damen jubeln über ersten Pokalsieg seit 1987 im Fußball, Freude und Teamgeist nach historischem Erfolg

Freude bei den Sparta Damen über den ersten Pokalsieg seit 1987 Foto: Editpress/Gerry Schmit

Mehr als eine Halbzeit dauerte es, bis das Finale der Coupe des Dames am späten Samstagnachmittag endlich Fahrt aufnahm. Eine zehnminütige Unterbrechung, um die Uhr neu zu starten, war dabei wenig förderlich. Entsprechend war das erste Viertel von einer extrem schwachen Trefferquote geprägt. Während der T71 nach zehn Minuten noch auf 33 Prozent kam, traf die Sparta gerade einmal 20 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld.

In dieser Anfangsphase stachen vor allem zwei Spielerinnen heraus. Bei Düdelingen ließ Catherine Mreches ihrer Gegenspielerin Jordan King kaum einen Zentimeter Freiraum. Die Bartringer Profispielerin kam im ersten Viertel so zu keinem einzigen Korberfolg. Neben Van Kleunen setzte Mreches auch in der Offensive Akzente. Aufseiten der Sparta machte vor allem Rückkehrerin Bridget Yoerger auf sich aufmerksam, deren Präsenz unter dem Korb dem Gegner durchaus zu schaffen machte. Insbesondere Gomes kam hier nur schwer zum Zug.

Auch wenn bei der Sparta mit Beginn des zweiten Viertels endlich auch die Dreier fielen – darunter ein äußerst spektakulärer von Cathrin Wolff –, war es zunächst der T71, der sich durch Winton und Van Kleunen eine erste größere Führung von neun Zählern erspielte (31:22, 17.). Doch die Partie nahm nun spürbar an Tempo auf und begann zu kippen. King tankte mit ihren ersten Treffern Selbstvertrauen und so legte die Sparta bis zur Pause einen 13:0-Lauf aufs Parkett. Das Momentum hatte sich gedreht und der Underdog ging mit einer Vier-Punkte-Führung in die Kabinen (31:35).

Momentum wechselt

Catherine Mreches und Düdelingen führen im ersten Viertel eines Basketballspiels knapp vor ihren Gegnern

Im ersten Viertel lagen Catherine Mreches und Düdelingen noch in Führung Foto: Editpress/Gerry Schmit

Die Sparta schaffte es, genau diese Energie auch mit in die zweite Halbzeit zu nehmen. Nun war in der Offensive auf Adryana Quezada, die erst im Januar zum Team hinzugestoßen war, Verlass. Jetzt führte Bartingen auf einmal mit neun Zählern (37:46, 24.). Der T71 blieb durch Winton dran, doch eine angeschlagene Mreches musste am Ende des dritten Durchganges erst einmal auf die Bank. King erhöhte pünktlich mit der Pausensirene wieder auf acht Zähler (46:54).

Während sich die Sparta immer treffsicherer aus der Distanz präsentierte, haderte nun der bis zur letzten Woche noch ungeschlagene T71 mit seinem Trefferglück. Auch die 15 Turnover, die der T71 nach 35 Minuten auf dem Konto stehen hatten, halfen dem Team von Trainer Mathieu Fivet nicht weiter. Vier Minuten vor Schluss erhöhte King mit einem weiteren Distanzwurf auf 63:51. Eine kleine Sensation schien sich in der Arena der Coque anzukündigen. Wies verkürzte mit einem Dreier jedoch noch einmal auf 56:63 und Winton machte es mit einem Distanzwurf kurz vor Schluss noch einmal richtig spannend (61:63). Doch die Sparta ließ sich den Triumph nicht mehr nehmen.

Für die Sparta endet damit eine 37-jährige Durststrecke. Zum letzten Mal durften die Bartringer Damen nämlich im Jahr 1989 den Pokal feiern. Vom heutigen Team war damals übrigens nur Bridget Yoerger geboren. Für die routinierte Spielerin geht damit doch noch ein Traum in Erfüllung, denn für die 38-Jährige ist es der erste Titel in Luxemburg. Enttäuschung herrscht hingegen beim T71, das vor einer Woche noch ungeschlagen war, nun aber zum schlechtesten Zeitpunkt die zweite Saisonniederlage in Folge kassierte.

Sparta-Trainer Mike Feyder und Team feiern erfolgreichen Pokalsieg nach zwei verlorenen Endspielen

Sparta-Trainer Mike Feyder und sein Team dürfen nach zwei verlorenen Pokalendspielen endlich jubeln Foto: Editpress/Gerry Schmit

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